Münchner Straßenverzeichnis

   Zuccalistraße          

Zuccalli Enrico
Enrico Zuccalli
Bildrechte: Diego Delso, Nuevo Palacio Schleissheim, Oberschleissheim, Alemania, 2013-08-31, DD 06, CC BY-SA 3.0

Enrico Zuccalli, eigentlich Johann Heinrich Zuccalli (* um 1642 in Roveredo (Kanton Graubünden); † 8. März 1724 in München) war ein Schweizer Architekt und Baumeister.

Zuccallis Bauten sind vom italienischen Hochbarock geprägt. In diesem Stil entstanden 1696 die ersten Pläne einer Sommerresidenz des bayerischen Kurfürsten in Schleißheim. Schon ab 1695 war Zuccalli immer wieder in München und begann 1701 mit dem Bau des Neuen Schlosses in Schleißheim. 1702 wurde der Widersacher Viscardi wieder Hofbaumeister in München, Zuccalli musste ihm den Bau von Schloss Nymphenburg überlassen. Zuccalli wurde dann 1706 aufgrund der österreichischen Administration Bayerns aller seiner Ämter enthoben und lebte bis 1714 im Kloster Ettal. Zuccalli ummantelte hier die gotische Klosterkirche, der er mit einer Doppelturmfassade eine barocke Prospektwirkung über dem ebenfalls neugestalteten grossen Hof gab. Das eigentliche Kloster legte er nun als Zweihofanlage in den bisher unbebauten Ostteil der Anlage. Das Zeltdach und das gotische Gewölbe plante er mit einer stützenlosen Kuppel zu ersetzen. Mangelnde Geldmittel verzögerten jedoch die einzelnen Bauetappen.

Nach 1714 setzte Zuccalli nach der Rückkehr des Kurfürsten aus dem Exil noch den Bau des Treppenhauses im Neuen Schloss Schleißheim nach seinen Plänen durch. Die Treppenläufe und Podeste liegen innerhalb eines hohen weiten Saales, eine Idee die Balthasar Neumann später beim Entwurf der Schlosstreppen von Augustusburg in Brühl und der Residenz in Würzburg aufgriff. Auf den späteren Innenausbau von Schleißheim ab 1719 hatte Zuccalli jedoch keinen Einfluss mehr. Zum neuen, französisch geschulten Hofbaumeister Joseph Effner, der das Neue Schloss vollendete, fand Zuccalli keinen Zugang. 1717–1721 war Zuccalli noch am Neubau des Franziskanerklosters Mittenheim bei Schleissheim tätig.

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Straßenname Zuccalistraße
Benennung 4.1.1900 Erstnennung
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg | Nymphenburg
Kategorie Architekt  Baumeister  
Lat/Lng 48.15430 - 11.50319   
Person Zuccalli Enrico
geboren 1642 [Roveredo (Kanton Graubünden)]
gestorben 8.3.1724 [München]
Kategorie Architekt  Baumeister  
Nation Schweiz
GND 118773232
Leben

Enrico Zuccalli, eigentlich Johann Heinrich Zuccalli (* um 1642 in Roveredo (Kanton Graubünden); † 8. März 1724 in München) war ein Schweizer Architekt und Baumeister.

Zuccallis Bauten sind vom italienischen Hochbarock geprägt. In diesem Stil entstanden 1696 die ersten Pläne einer Sommerresidenz des bayerischen Kurfürsten in Schleißheim. Schon ab 1695 war Zuccalli immer wieder in München und begann 1701 mit dem Bau des Neuen Schlosses in Schleißheim. 1702 wurde der Widersacher Viscardi wieder Hofbaumeister in München, Zuccalli musste ihm den Bau von Schloss Nymphenburg überlassen. Zuccalli wurde dann 1706 aufgrund der österreichischen Administration Bayerns aller seiner Ämter enthoben und lebte bis 1714 im Kloster Ettal. Zuccalli ummantelte hier die gotische Klosterkirche, der er mit einer Doppelturmfassade eine barocke Prospektwirkung über dem ebenfalls neugestalteten grossen Hof gab. Das eigentliche Kloster legte er nun als Zweihofanlage in den bisher unbebauten Ostteil der Anlage. Das Zeltdach und das gotische Gewölbe plante er mit einer stützenlosen Kuppel zu ersetzen. Mangelnde Geldmittel verzögerten jedoch die einzelnen Bauetappen.

Nach 1714 setzte Zuccalli nach der Rückkehr des Kurfürsten aus dem Exil noch den Bau des Treppenhauses im Neuen Schloss Schleißheim nach seinen Plänen durch. Die Treppenläufe und Podeste liegen innerhalb eines hohen weiten Saales, eine Idee die Balthasar Neumann später beim Entwurf der Schlosstreppen von Augustusburg in Brühl und der Residenz in Würzburg aufgriff. Auf den späteren Innenausbau von Schleißheim ab 1719 hatte Zuccalli jedoch keinen Einfluss mehr. Zum neuen, französisch geschulten Hofbaumeister Joseph Effner, der das Neue Schloss vollendete, fand Zuccalli keinen Zugang. 1717–1721 war Zuccalli noch am Neubau des Franziskanerklosters Mittenheim bei Schleissheim tätig.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Person Zuccalli Gaspare Giovanni
geboren 1637 [Roveredo, Graubünden]
gestorben 14.5.1717 [Bad Adelholzen bei Traunstein]
Kategorie Architekt  
Nation Schweiz
GND 118975544
Leben
Ich, <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erhardkirche.JPG">Erhardkirche</a>, <a rel="nofollow" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode" rel="license">CC BY-SA 3.0</a>

Gaspare Giovanni Zuccalli

Gaspare Giovanni Zuccalli (auch Kaspar Zuccalli; * um 1637 in Roveredo, Graubünden; † 14. Mai 1717 in Bad Adelholzen bei Traunstein) war ein seinerzeit berühmter Architekt, der vor allem in Salzburg wirkte.

Der Sohn des Domenico Christoforo Zuccalli war Schüler seines noch bekannteren Onkels Enrico Zuccalli, des Erbauers der Münchner Theatinerkirche. Max Gandolf von Kuenburg berief Gaspare Zuccalli nach Salzburg und verhandelte mit ihm den Bau einer Kirche am Kai, der späteren Kajetanerkirche, und mit dem Salzburger Domkapitel den Bau der Erhardkirche des St.-Erhard-Spitals im Nonntal.

Zuccalli stellte zwischen 1685 und 1687 die beiden Kirchen im Stil des italienischen Barock weitgehend fertig, bis der Tod des Erzbischofs letzte Arbeiten vorerst verhinderte. Zu dessen Nachfolger Johann Ernst von Thun war trotz seiner Ernennung zum Hof- und Landschaftsbaumeister 1689 das Verhältnis getrübt, er musste bald Johann Bernhard Fischer von Erlach weichen und nach haltlosen Vorwürfen gegen ihn und seine Stuckateure mit dem Erzbischof lange um sein Honorar für die Kajetanerkirche streiten. Grund war, dass der Erzbischof eine Antipathie gegen Menschen aus romanischen Ländern, „Welsche“ genannt, hegte. In einer Verordnung aus dem Jahre 1690 wurden Savoyer und Welsche sogar ausdrücklich vom Bürgerrecht ausgenommen.

1695 erwarb Zuccalli die Hofmark Bad Adelholzen im Chiemgau, wo er im Jahr 1717 auch verstarb.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 4.1.1900 Erstnennung
Offiziell Enrico Z., 1642-1724, Baumeister: Türme der Theatinerkirche beteiligt am Nymphenburger- und Schleißheimer-Schloßbau.
Straßenverlauf Die Parkstraße in Nymphenburg, nachdem eine Straße gleichen Namens in München existiert.
DatumQuelleA
01.01.1900Verzeichnis der zu benennenden Straßen und Plätze
welche laut Ministerialentschließeung vom 4. Januar 1900 mit Wirkung vom 1. Januar 1900 die Allerhöchste Genehmigung erhalten haben
DE-1992-STRA-28-1-1 Alphabetisches Straßennamenverzeichnis mit Angaben über Entstehung und Bedeutung 1894 - 1916
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