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   Zeitblomstraße          

Zeitblom Bartholomäus
Bartholomäus Zeitblom
Bildrechte: Bartholomäus Zeitblom creator QS:P170,Q531677 Wuselig (Photographer), Bartholomäus Zeitblom-Heerberger Altar-1084, CC0 1.0

Bartholomäus Zeitblom (* um 1455 in Nördlingen; † um 1518 in Ulm) war ein bedeutender Kunstmaler der Spätgotik im südwestdeutschen Raum. Er gilt als einer der Hauptmeister der Ulmer Schule.

Der „wahrscheinlich größte Auftrag, an dem Zeitblom während seiner Jahre bei Schüchlin mitwirkte, sind die Malereien des Hochaltars von Kloster Blaubeuren. Das Schnitzretabel gehörte zu den größten seiner Art aus Ulmer Werkstätten“ und war 1494 vollendet. Zeitblom steuerte dort sechs Szenen zum Johanneszyklus bei. Zudem malte er in der Werktagsansicht die Kreuztragung Christi. Dort „brachte er versteckt am Kragen des weinenden Johannes seine Signatur an und dokumentierte so für aufmerksame Betrachter, wer der ausführende Maler war.“ Ein weiteres Werk, das Zeitblom selbst signierte, ist der Altar der Schlosskapelle von Kilchberg bei Tübingen. Hauptsächlich für Altartafeln war Zeitblom „um 1500 für Ulm und weit darüber hinaus der meistgesuchte Maler“.

Nach der Vollendung des Blaubeurer Hochaltars hat sich Zeitblom dann wohl selbständig gemacht. Seine eigene Werkstatt lag in der heutigen Pfauengasse 3. Er leitete damit eine große und einflussreiche Werkstatt in Ulm. Zeitblom hatte sich in die „gut florierende Werkstatt Hans Schüchlins eingeheiratet - der übliche, weil notwendige Weg, um sich in einer spätmittelalterlichen Stadt als Meister niederlassen zu können mit der sicheren Aussicht, die Schüchlin'sche Werkstatt einmal übernehmen zu können“.

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Straßenname Zeitblomstraße
Benennung 1955 Erstnennung
Plz 81735
Stadtbezirk 16. Ramersdorf-Perlach | Ramersdorf
Kategorie Maler  
Lat/Lng 48.10942 - 11.62877   
Straßenlänge 0.08 km
Person Zeitblom Bartholomäus
geboren 1455 [Nördlingen]
gestorben 1518 [Ulm]
Kategorie Maler  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 104187980
Leben

Bartholomäus Zeitblom (* um 1455 in Nördlingen; † um 1518 in Ulm) war ein bedeutender Kunstmaler der Spätgotik im südwestdeutschen Raum. Er gilt als einer der Hauptmeister der Ulmer Schule.

Der „wahrscheinlich größte Auftrag, an dem Zeitblom während seiner Jahre bei Schüchlin mitwirkte, sind die Malereien des Hochaltars von Kloster Blaubeuren. Das Schnitzretabel gehörte zu den größten seiner Art aus Ulmer Werkstätten“ und war 1494 vollendet. Zeitblom steuerte dort sechs Szenen zum Johanneszyklus bei. Zudem malte er in der Werktagsansicht die Kreuztragung Christi. Dort „brachte er versteckt am Kragen des weinenden Johannes seine Signatur an und dokumentierte so für aufmerksame Betrachter, wer der ausführende Maler war.“ Ein weiteres Werk, das Zeitblom selbst signierte, ist der Altar der Schlosskapelle von Kilchberg bei Tübingen. Hauptsächlich für Altartafeln war Zeitblom „um 1500 für Ulm und weit darüber hinaus der meistgesuchte Maler“.

Nach der Vollendung des Blaubeurer Hochaltars hat sich Zeitblom dann wohl selbständig gemacht. Seine eigene Werkstatt lag in der heutigen Pfauengasse 3. Er leitete damit eine große und einflussreiche Werkstatt in Ulm. Zeitblom hatte sich in die „gut florierende Werkstatt Hans Schüchlins eingeheiratet - der übliche, weil notwendige Weg, um sich in einer spätmittelalterlichen Stadt als Meister niederlassen zu können mit der sicheren Aussicht, die Schüchlin'sche Werkstatt einmal übernehmen zu können“.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1955 Erstnennung
Offiziell

Bartholomäus Zeitblom, Hauptmeister der Ulmer Malerschule, geb. um 1460 gest. 1517.

Zu den bedeutendsten Werken des Meisters gehört der große Schnitzaltar von Blaubeuren. Er hinterließ Gemälde von tiefer Empfindung.

DatumQuelleA
24.08.1955Straßenbenennung
DE-1992-STRA-40-68a Straßenbenennungen 1955 - 1962
Wiederaufbaureferat -> Stadtarchiv München
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