Münchner Straßenverzeichnis

   St.-Anna-Platz          

Benannt nach der St. Anna Kirche, die von der Kurfürstin Maria Amalia, Gemahlin von Kurfürst Karl Albrecht, von 1729-1737 erbaut wurde.

Mir dem Neubau wurde Gabriel von Seidl beauftragt, der diesen von 1887-1892 ausführte.

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Straßenname St.-Anna-Platz
Beschluß 1888 Erstnennung
Plz 80538
Stadtteil 1. Altstadt-Lehel | Lehel
Straßenlänge 0 km
Kategorie Personen Kurfürstin  
Person Maria Amalie (22.10.1701 [Wien] - 11.12.1956 [München])
GND 11949213X
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Lat/Lng 48.14034 - 11.58774
Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek

29. St. Annaplatz/strong>. An der Ostseite der St. Annastraße am Lehel. Dieser Platz wird nach der von der Kurfürstin Maria Amalie, der Gattin Karl Albrechts, erbauten Kirche genannt. Der Grundstein zu derselben wurde am 19. Mai 1727 gelegt, die Consccrierung erfolgte am 19. September 1737 ; bei der Vergrößerung von 1852—53 erhielt sie die Facade mit den beiden Türmen, die letzte Restaurierung geschah 1878. Das mit der Kirche gleichzeitig entstandene Kloster für die P. P. Hieronymitaner, welche im Jahre 1725 vom Walchensee hieher versetzt wurden, verfiel 1803 der Säkularisation. Nach der Säkularisation wurde die Kirche noch bis 1808 von den ehemaligen Hieronhmitanern versehen und im selben Jahre zur Pfarrkirche erhoben. Am 1. November 1827 zogen die Franziskaner von Jngolstadt in den früheren Klosterräumen ein und übernahmen am 1. August 1828 die Pfarrei. Doch schon nach 40 Jahren vermochte die erweiterte Pfarrkirche dem religiösen Bedürfnisse nicht Mehr zu genügen und so wurde, nachdem bereits i. J. 1880 der Privatier Georg Herndl der Kirchengemeinde testamentarisch seinen Garten vermacht hatte, von Seite der Kirchenverwaltung der Frage der Erbauung einer neuen Pfarrkirche nähergetreten und von» derselben als Baugrund das Hofbadanwesen und das Montgelasschloßchen angekauft.*) Die Stadtgemeinde gewährte einen Zuschuß von 100,000, die k. Staatsregierung von 500,000 Mark. Jm Jahre 1880 wurde zwecks Erlangung von Plänen ein Konkurrenzausschreiben erlassen und hiebei der Plan des Architekten Gabriel Seidl unter» manchen Modifikationen angenommen Am 10. Oktober 1887 erfolgte unter dem frommen Gebete des inzwischen verstorbenen damaligen Pfarrvikars P. Helan Maierhofer der erste Spatenstich und am 31. Oktober durch Erzbischof Antonius von Steichele die feierliche Grundsteinlegung. Unter Gottes Beistand wurde der Bau so gefördert, daß im Frühjahre 1892 die Aufsetzung des Kreuzes auf die Turmspitze und am 23. Oktober 1892 die feierliche Einweihung der neuen Pfarrkirche vorgenommen werden konnte. Der Platz fuhrt seinen Namen seit 3. Juli 1888.

*) v. Destouches, Gedenkblatt und Urkunde zur Feier der Grundsteinlegung der neuen kath. Psarrkirche St. Anna: J. M Forster die kirchlichen Cercmonien ec. Zur Erinnerung an die feierliche Einweihung der St. Annakirche ee. München 1892 im Selbstverlage.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)

StraßeNameArchitektBaustilJahr
St.-Anna-PlatzSt.-Anna-Platz
St.-Anna-PlatzSt.-Anna-BrunnenPruska Anton, Seidl Gabriel von1894
St.-Anna-Platz 1MietshausMayer I. G.Neurenaissance1879
St.-Anna-Platz 1MietshausReifenstuel MichaelNeurenaissance1887
St.-Anna-Platz 2MietshausMarckert Ludwig, Seidl Gabriel von, Feuchtwangers Lion neubarock1887
St.-Anna-Platz 3MietshausLorentzen ChristianNeurenaissance1888
St.-Anna-Platz 4MietshausKrenn P.Neurenaissance1887
St.-Anna-Platz 5Kath. Pfarrkirche St. AnnaSeidl Gabriel vonHistorismus 1887
St.-Anna-Platz 9MietshausSeidl Gabriel vonneubarock 1891
StraßeTitelKünstlerArtJahr
St.-Anna-PlatzSt.-Anna-BrunnenPruska Anton 1894

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