Münchner Straßenverzeichnis

   Schyrenplatz          

Scheyern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Der Ort ist vor allem durch die örtliche Benediktinerabtei bekannt.

Die Gründung der ersten Burg Scheyern liegt im Dunkeln. Nach dem Renaissance-Geschichtsschreiber Aventin soll sie bereits im Jahr 508 als Herrschersitz errichtet worden sein; sicherlich eine Legende. Die neuere Forschung (Karl Bosl) vermutet, dass der bayerische Pfalzgraf Arnulf II. die Burg um 940 erbaut haben könnte.

Um 1060 brachte vermutlich Hazinga (von Kühbach) die Burg, auf der sie geboren worden war, in die zweite Ehe des Freisinger Vogtes Otto ein. In der Folge nannten sich die Nachkommen beider Grafen von Scheyern (comes de Skyrum) und wurden das Ursprungsgeschlecht der Wittelsbacher.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Schyrenplatz
Beschluß 1876 Umbenennung
Plz 81543
Stadtbezirk 18. Untergiesing - Harlaching
Stadtbezirksteil Untergiesing
Straßenlänge 0 km
Kategorie Geografie Bayern  Oberbayern  Gemeinde  
Nation Deutschland
Suchen Scheyern
Lat/Lng 48.1216725 - 11.568531
Position Scheyern - 48.5013 - 11.4533
Wikipedia

Alte Straßenbezeichnungen

Straße Von Grund Bis Grund
Georg Hirschmann-PlatzBeschlussKein Grund angegeben

603. Schyrenplatz. Liegt am rechten Isarufer zunächst der Wittelsbacherbrücke und ist von der Schreyer-Kultur umgeben. Die Grafen von Scheyern wurden auch die ,,Schyren« genannt *). Innerhalb der Flüsse Isar und Lech vom Gebirge bis zur Paar und Glan mag sich der Gau der Huosier, des mächtigsten der fünf Adelshäuser der Huosi, Drozza, Fagana, Hosilinga und Anniona, ausgedehnt haben. Nach der Meinung neuerer Forscher wäre der Huosi-gau von Karl dem Großen geteilt worden in einen südlichen, wo die Andechser, und in einen nördlichen, wo die Schyren die Herrschaft führten. Ein dunkler Schleier verhüllt die Geschichte aller dieser Dynastien, sie sind längst untergegangen, nur die Linie der Schyren trotzte allen Stürmen und Unbilden der Zeit. Die Geschichte der Schyren beginnt mit jenem heldenmütigen Markgrafen Luitpold, der als Anführer der Deutschen in der unglücklichen Schlacht bei Preßburg gegen die Ungarn 5. Juli 907 den rühmlichen Tod für’s Vaterland starb. Sein Urenkel Arnulf 11. erhielt vom deutschen Könige Otto I. das Pfalzgrafenschaft in Bayern, d. i. das Amt eines Stellvertreters des Königs im obersten Richteramte und eines Verwalters der königlichen Burgen, Güter und Lehen, sowie der Reichseinkünfte in den bayerischen Gauen. Derselbe erbaute auch 940 die Burg Scheyern. Der Schyre Pfalzgraf Otto IV. erbaute aber 1113 eine neue Burg zu Wittelsbach bei Aichach und überließ die Burg Scheyern den Benediktinern des aufgehobenen Klosters Petersberg bei Eisenhofen als ein Kloster. Nunmehr führte das Schyrengeschlecht den Namen »die Wittelsbacher«; von ihnen stammt unser erhabenes Königshaus. Pfalzgraf Otto I. von Wittelsbach (1180—1183), dem Kaiser Friedrich für die ihm geleisteten Dienste die Herzogswürde in Bayern verlieh, war somit der erste Fürst bayerischen Geblütes aus dem alten Stamme Luitpolds. Der Platz trägt seinen Namen seit 3. Aug. 1876, resp. 1. Jan. 1878, gleichwie die am 25. Juli 1874 begonnene und am 26. Aug. 1876 eröffnete Wittelsbacherbrücke (s. Wittelsbacherplatz).

*) Vgl. die Wittelsbacher in Bayern von Dr. Friedrich Leitschuh, Bamberg 1894, Handelsdruckerei: Huschberg älteste Geschichte des Hauses Scheyern- Wittelsbach; J. M. Söltl, die frommen und milden Stiftungen der Wittelsbacher, Landshut 1858.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)

StraßeNameArchitektBaustilJahr
Schyrenplatz 2KioskNeurenaissance
StraßeTitelKünstlerArtJahr
SchyrenplatzRehbrunnenGloßner1927

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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