Münchner Straßenverzeichnis

   Schnorrstraße          

Schnorr von Carolsfeld Julius Veit Hans
Julius Veit Hans Schnorr von Carolsfeld
Bildrechte: Hugo Bürkner Uploaded and described 10:52, 8. Jun 2006 by w:de:User:Georg Jäger on de.wikipedia., Schnorr Buerkner, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Julius Veit Hans Schnorr von Carolsfeld[1] (* 26. März 1794 in Leipzig; † 24. Mai 1872 in Dresden) war ein Maler der deutschen Romantik. Neben Friedrich Overbeck ist er der bekannteste Maler der Nazarenischen Kunst.

Julius Schnorr von Carolsfeld war der profilierteste Landschaftsmaler unter den Nazarenern. Kenner zählen seine Darstellungen der Albaner- und Sabinerberge in Italien zu den besten Landschaftsdarstellungen des 19. Jahrhunderts. Einerseits war ihm eine starke Anlehnung an die Wirklichkeit wichtig – seine Landschaften sind bis ins Detail naturgetreu und nicht heroisch oder visionär wie bei anderen romantischen Malern. Andererseits kann man sie nicht als realistische Veduten bezeichnen: Noch wichtiger als der Realismus der Darstellung ist in ihnen eine feierliche Innerlichkeit, die häufig durch die Verknüpfung mit einem religiösen Motiv geprägt ist und die typisch für die nazarenische Bildkunst ist.

1827 wurde er von König Ludwig I. als Professor an die Münchner Kunstakademie berufen. Im gleichen Jahr heiratete er in Wien seine Frau Marie Heller, die Stieftochter von Ferdinand Olivier. Das Ehepaar hatte zusammen sechs Söhne und drei Töchter, darunter der Tenor Ludwig Schnorr von Carolsfeld, der erste Sänger des Tristan und Karl Schnorr von Carolsfeld, späterer Generaldirektor der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Schnorrstraße
Beschluß 1877 Erstnennung
Plz 80799
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Am alten nördlichen Friedhof
Straßenlänge 0.205 km
Kategorie Personen Maler  
Person Schnorr von Carolsfeld Julius Veit Hans (26.3.1794 [Leipzig] - 24.5.1872 [Dresden])
Nation Deutschland
Lat/Lng 48.15280 - 11.57318
Wikipedia Wikipedia

582. Schnorrstraße.Verbindet, die Schraudolphstraße schneidend, die Barer- mit der Areisstraße und endigt gegenüber dem Eingangsportale zum nördlichen Friedhofe. Zur Erinnerung an Julius Schnorr von Karolsfeld, den Vater des verdienstvollen Leiters der bayerischen Staatseisenbahnen. Geboren zu Leipzig am 26.· März 1794, bereitete sich Schnorr unter Leitung seines Vaters, des Direktors der Kunstakademie zu Leipzig, auf seine künstlerische Laufbahn vor und vollendete nach vorübergehendem Aufenthalte in Wien seine Ausbildung in Italien, woselbst ihn eine innige Freundschaft mit seinen berühmten Vorbildern Cornelius, Thorwaldsen u. a. verband. Die mächtigen Eindrücke, die dort auf den Geist des jungen Künstlers wirkten, finden sich niedergelegt in des Meisters erstem italienischen Gemälde »Die Hochzeit zu Kanaan«. Aus seinem Aufenthalte in Italien stammen auch die ersten Kompositionen zu seiner berühmten Bibel in Bildern, die ein Gemeingut des deutschen Volkes geworden. Von König Ludwig I., welcher ihn schon als Kronprinz bei seiner mehrmaligen Anwesenheit in Rom kennen gelernt hatte und seine Arbeiten mit Interesse verfolgte, als Professor der Kunstakademie nach München berufen, wirkte Schnorr daselbst von 1827—1846 seinem Lieblingswunsche entsprechend ini Dienste der vaterländischen Kunst. Die Darstelluligen aus der Geschichte Karls des Großen. Friedrich Barbarossa’s und Rudolfs von Habsburg, welche 3 Säle der k. Residenz München schmücken, stammen von seiner Hand, ebenso der Entwurf und die Darstellungen der Szenen aus dem Nibelungenliede in den unteren Räumen des Saalbaues genannter Residenz, sowie das Gemälde »Luther auf dem Reichstage zu Worms« im k. Maximilianeum zu München. Im Jahre 1846 erfolgte Schnorrs Berufung als Akademieprofessor und Direktor der Gemäldegallerie nach Dresden, welche Stelle er bis kurz vor seinem am 24. Mai 1872 erfolgten Tode bekleidete. Zum Gedächtnisse an den Vereinigten und anläßlich seines 100 jährigen Geburtstages wurde von Seite seiner noch lebenden Nachkommen eine Familienstiftung ins Leben gerufen. Die Straße wird nach ihm seit 3. August 1876, resp. 1. Januar 1877 genannt.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)


Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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