Münchner Straßenverzeichnis

   Rottmannstraße          

Carl Anton Joseph Rottmann (* 11. Januar 1797 in Handschuhsheim (heute zu Heidelberg); † 7. Juli 1850 in München) war ein deutscher Landschaftsmaler und berühmtester Vertreter der Malerfamilie Rottmann (etwa zwischen 1770 und 1880).

Rottmann gehörte dem Künstlerkreis um den bayerischen König Ludwig I. an und wurde von ihm exklusiv mit der Erstellung großformatiger Landschaftsgemälde beauftragt. Er ist für mythisch-heroisierende Landschaftsmalerei bekannt.

Straßenname Rottmannstraße
Beschluß 1872 Erstnennung
Plz 80333
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Augustenstraße
Straßenlänge 0 km
Kategorie Personen Maler  
Person Rottmann (1797 [Carl Anton Joseph] - 1850 )
Grabstätte Alter Südlicher Friedhof - Sektion: 06 - Reihe: 07 - Nummer: 33/34
Lat/Lng 48.1487339 - 11.559880
Wikipedia

551. Rottmannstraße.Verbindet, fast von der Mitte der Augustenstraße in nordwestlicher Richtung abzweigend und die Schleißheimerstraße kreuzend, erstere mit der Dachauerstraße. Zu Ehren des Kunstmalers Karl Rottmann, geb. 11. Jan. 1798 zu Handschuchsheim bei Heidelberg. Derselbe siedelte 1822 nach München über. Angeregt von der nahen Gebirgsnatur, stellte er den nüchternen Erzeugnissen der älteren Schule Werke gegenüber, in denen er vor allem die Hauptformen der Landschaft zu charakterisieren und mit Linien und Farben eine durchaus ideale Wirkung zu erzielen wußte. So ward Rottmann der Gründer einer neuen stilisierenden Schule· Eine waldige Höhe an den östlichen Ufer des Starnbergersees, wo Rottmanni mit Vorliebe seinen Studien oblag. erhielt später den Namen »Rottmannhöhe«, und ist gegenwärtig ein von Münchnern gern besuchter Ausflugsort, woselbst ihm seine Kunstgenossen ein Denkmal errichteten. Das Jahr 1826 führte ihn nach Italien, von wo er 1828 zurückkehrte. Die großartige Auffassung der nach dieser Reise ausgeführten Landschaften bestimmte König Ludwig I., ihm einen Cyklus von 28 italienischen Landschaften aufzutragen, welche er in den Jahren 1829—33 in den Arkaden des Hofgartens in Fresko ausführte. Sie sind Meisterwerke der historischen Landschaft, leider aber widerfahren ihnen nicht allein durch den Einfluß des Klimas, sondern auch von Zeit zu Zeit durch Leute, deren Bosheit ebenso groß ist, als die Roheit und Feigheit, womit sie heimlich so edle Kunstwerke verderben, Beschädigungen. 1834 ging er im selben Auftrage nach Griechenland, um Studien für eine Anzahl von Landschaften zu sammeln, welche unter den nördlichen Arkaden des Hofgartens ihren Platz finden sollten, denen aber in der neuen Pinakothek ein eigener, nach ihm benannter Saal eingeräumt wurde. Er starb 6. Juli 1850 in München. Die Straße trägt seinen Namen seit 5. Sept. 1872. In der Ruhmeshalle befindet sich seine von Bandel modellierte, 1853 von Arnold Lossow ausgeführte Büste.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)


Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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