Münchner Straßenverzeichnis

   Rosipalstraße          

Rosipal Karl
Karl Rosipal
Bildrechte: Gerhard Willhalm

Die Idee ein Glockenspiel in den Turm des Neuen Rathauses zu integrieren, geht auf Georg von Hauberrisser zurück. Die Kosten waren erheblich. Alleine die 43 Glocken schlugen mit 154.000 Goldmark zu Buch, zu denen der Münchner Möbel- und Antiquitätenhändler Kommerzienrat Karl Rosipal 1904 anlässlich des hundertjährigen Bestehens seiner Möbelfirma mit einer Spende von 32.000 Mark beitrug.

Diese Spende hatte noch ein eigentümliches Nachspiel: der 1924 verstorbene Karl Rosipal war jüdischer Herkunft. 1933/34 wurde seiner Familie die Spende zurückerstattet, da man vermutlich eine jüdische Beteiligung an einem urdeutschen Glockenspiel zu jener Zeit nicht mehr wünschte.

1908 war das Glockenspiel fertiggestellt, wurde aber erst am 18. Februar 1909 offiziell in Betrieb genommen, da man zunächst unzufrieden mit dem Klang der Glocken war.

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Straßenname Rosipalstraße
Benennung 1926 Erstnennung
Kategorie Großkaufmann  Konsul  
Person Rosipal Karl
geboren 1843
gestorben 1924
Kategorie Großkaufmann  Konsul  
Nation Deutschland
Konfession jüdisch
GND 116627697
Leben

Die Idee ein Glockenspiel in den Turm des Neuen Rathauses zu integrieren, geht auf Georg von Hauberrisser zurück. Die Kosten waren erheblich. Alleine die 43 Glocken schlugen mit 154.000 Goldmark zu Buch, zu denen der Münchner Möbel- und Antiquitätenhändler Kommerzienrat Karl Rosipal 1904 anlässlich des hundertjährigen Bestehens seiner Möbelfirma mit einer Spende von 32.000 Mark beitrug.

Diese Spende hatte noch ein eigentümliches Nachspiel: der 1924 verstorbene Karl Rosipal war jüdischer Herkunft. 1933/34 wurde seiner Familie die Spende zurückerstattet, da man vermutlich eine jüdische Beteiligung an einem urdeutschen Glockenspiel zu jener Zeit nicht mehr wünschte.

1908 war das Glockenspiel fertiggestellt, wurde aber erst am 18. Februar 1909 offiziell in Betrieb genommen, da man zunächst unzufrieden mit dem Klang der Glocken war.

Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1926 Erstnennung
Offiziell Karl Rosipal, Großkaufmann und spanischer Konsul, Stifter des Glockenspiels auf dem Rathausturm in München., *13.7.1843 und † 10.3.1924 München.
Straßenverlauf Verb. die Ostmark- mit der Pählstraße.
DatumQuelleA
11.09.1925Straßenbenennung.
DE-1992-STRA-40-44 Straßenbenennungen 1926 - 0
Münchner Neuste Nachrichten ->
17.12.1925Straßenbenennungen
DE-1992-STRA-40-44 Straßenbenennungen 1926 - 0
Münchner Neuste Nachrichten ->
06.11.1940Straßenbenennungen
Nachfrage ob Karl Rosipal Jude ist
DE-1992-STRA-40-62b Straßenbenennungen 1938 - 1942
Dezernat 7 -> Stadtarchiv München
13.11.1940Straßenbenennung
Jüdische Abstammung von Kark Rosipal
DE-1992-STRA-40-62b Straßenbenennungen 1938 - 1942
Stadtarchiv -> Dezernat 7

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