Münchner Straßenverzeichnis

   Riedlstraße          

Riedl Adrian von
Adrian von Riedl
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)
(Kupferstich von J.C. Schleich nach einem Gemälde von J.G. Edlinger)

Adrian Franz Xaver Florian Riedl, ab 1790 von Riedl (* 6. Mai 1746 in München; † 18. März 1809 ebenda) war ein deutscher Topograf und Kartograf.

Im Jahr 1796 wurde Riedl ordentliches Mitglied in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1796 war er als Oberst für das bayerische Marsch- und Quartierwesen während der Koalitionskriege zuständig. Er wirkte kurzzeitig auch an der von Österreich betriebenen militärischen Kartierung von Süddeutschland („Schmitt’sche Karte von Südwestdeutschland“) mit. Sein eigenes Kartenprojekt verzögerte sich allerdings wegen der schwierigen Rahmenbedingungen und wegen konzeptioneller Schwächen. Unter der seit 1799 amtierenden Regierung von Kurfürst Max IV. Joseph, ab 1806 als Maximilian I. König von Bayern, wurde Riedl zunächst als Leiter des Bau- und Vermessungswesens bestätigt. Kritik am zähen Vorankommen und den hohen Kosten seines Kartierungsprojekts schwächte allerdings vorübergehend seine Position. An der 1801 einsetzenden modernen Landesvermessung war er jedoch wieder an leitender Stelle beteiligt. In seinen letzten Lebensmonaten leitete Riedl das am 19. Juni 1801 gegründete Statistisch-Topographische Bureau in München.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Riedlstraße
Beschluß 1890 Erstnennung
Plz 80538
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Lehel
Straßenlänge 0.076 km
Kategorie Personen Topograf  
Person Riedl Adrian von (6.5.1746 [München] - 18.3.1809 [München])
GND 119528568
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Lat/Lng 48.14722 - 11.59449
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek

535. Riedlstraße. Geht vom sogenannten Riedl-Damm (Bogenhauser Fußweg) westlich zur Eisbachstraße. Zu Ehren des Legationsrates, Direktors des statistischen Bureaus und Obersten Adrian von Riedl, geb. zu München am 6. Mai 1746. Riedl wurde in schneller Folge 1767 zum Ingenieurlieutenant, 1769 zum Hauptmann und 1771 zum wirklichen Kammerrat ernannt. Beim Regierungsantritte Karl Theodor’s erhielten die Verdienste dieses in seiner Wissenschaft gründlich gelehrten, kunsterfahrenen, bei allen wichtigen Grenzberichtigungen beigezogenen Mannes dadurch Würdigung, daß er 1790 zum Generalstraßen- und Wasserbaudirektor und in den Ritterstand erhoben wurde. Wie seine Bemühungen bei den Durchzügen russischer und französischer Truppen durch Bayern 1796 als Obermarschkommissar und Oberst des Generalstabs durch den russischen St. Anna-Orden (1800) gelohnt wurden, so erkannte die Wissenschaft seine Leistungen durch seine Wahl als Mitglied der Akademie (1796) an. Seine durch mancherlei Beschwerden während der Truppendurchzüge geschwächte Gesundheit bewog ihn 1805, um die Enthebung von seiner Stelle als Generaldirektor des Wasserbaues nachzusuchen, doch trat er 1808 als Legationsrat und Direktor des statistischen Bureaus und der technischen Wasserbauschule wieder hervor. Seine Aufnahme der Römerstraßen, sein Reise- Atlas von Bayern, seine hydrographische Karte, sein Stromatlas von Bayern und seine geographischen Straßen-Konspekte ec. sind bleibende Denkmäler seines Fleißes, seiner Kenntnisse und thätigen Vaterlandsliebe. Er starb am 18. März 1809.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)

StraßeNameArchitektBaustilJahr
Riedlstraße 2Eckhausdeutsche Renaissance1900

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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