Münchner Straßenverzeichnis

   Reithmannstraße          

† vor 110


Reithmann Christian Gasmotor
Christian Reithmann
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)

Christian Reithmann (* 9. Februar 1818 in St. Jakob in Haus, Österreich; † 1. Juli 1909 in München) war Uhrmacher. Er gilt als Erfinder des Viertaktmotors. Er entwickelte ihn drei Jahre vor Nicolaus Otto und gewann im Patentstreit gegen ihn, überließ ihm aber die Erfindung gegen eine großzügige Abfindung.

Für das Glockenspiel am Neuen Münchner Rathaus entwickelte er die kinematische Anordnung 1899, Die Turmuhr für das Schloss Berg am Starnberger See

1860 besaß er für seine Uhrenfabrikation zehn Maschinen aus eigener Entwicklung. Am 26. Oktober 1860 beanspruchte er das erste Patent auf einen Verbrennungsmotor, als er von Étienne Lenoirs Maschine in Paris hörte. Das Patent erlosch bereits 1861. Dieser Motor hatte eine 98 mm-Bohrung, 111 mm Hub und eine Drehzahl von 200 Umdrehungen pro Minute.[2] In seiner Münchner Uhrmacherwerkstatt lief der Motor bis 1881. Unabhängig davon beschrieb im Jahr 1862 der Techniker Alphonse Beau de Rochas das Viertaktverfahren, dessen Patentanmeldung erfolgte am 16. Januar 1862.

Zusammen mit dem Glasmaler Ainmiller meldete er 1868 ein neues Patent an, mit dem er eine industrielle Maschinenproduktion begründen wollte. Er unternahm noch weitere Versuche, Partner zu finden, scheiterte aber an Kapitalmangel. Zu diesem Zeitpunkt waren seine beiden Motoren Flugkolbenmotoren, der eine stehend, der andere liegend. Beide Motoren arbeiteten ähnlich wie der zur selben Zeit von der Deutz AG vertriebene „atmosphärische Motor“.

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Straßenname Reithmannstraße
Benennung 18.10.1934 Erstnennung
Plz 80686
Stadtbezirk 25. Laim | Friedenheim
Kategorie Uhrmacher  Erfinder  
Suchen Gasmotor
Lat/Lng 48.13360 - 11.50986   
Straßenlänge 0.106 km
Person Reithmann Christian
geboren 9.2.1818 [St. Jakob in Haus (Österreich)]
gestorben 1.7.1909 [München]
Kategorie Uhrmacher  Erfinder  
Nation Österreich
Konfession katholisch
GND 118744429
Leben

Christian Reithmann (* 9. Februar 1818 in St. Jakob in Haus, Österreich; † 1. Juli 1909 in München) war Uhrmacher. Er gilt als Erfinder des Viertaktmotors. Er entwickelte ihn drei Jahre vor Nicolaus Otto und gewann im Patentstreit gegen ihn, überließ ihm aber die Erfindung gegen eine großzügige Abfindung.

Für das Glockenspiel am Neuen Münchner Rathaus entwickelte er die kinematische Anordnung 1899, Die Turmuhr für das Schloss Berg am Starnberger See

1860 besaß er für seine Uhrenfabrikation zehn Maschinen aus eigener Entwicklung. Am 26. Oktober 1860 beanspruchte er das erste Patent auf einen Verbrennungsmotor, als er von Étienne Lenoirs Maschine in Paris hörte. Das Patent erlosch bereits 1861. Dieser Motor hatte eine 98 mm-Bohrung, 111 mm Hub und eine Drehzahl von 200 Umdrehungen pro Minute.[2] In seiner Münchner Uhrmacherwerkstatt lief der Motor bis 1881. Unabhängig davon beschrieb im Jahr 1862 der Techniker Alphonse Beau de Rochas das Viertaktverfahren, dessen Patentanmeldung erfolgte am 16. Januar 1862.

Zusammen mit dem Glasmaler Ainmiller meldete er 1868 ein neues Patent an, mit dem er eine industrielle Maschinenproduktion begründen wollte. Er unternahm noch weitere Versuche, Partner zu finden, scheiterte aber an Kapitalmangel. Zu diesem Zeitpunkt waren seine beiden Motoren Flugkolbenmotoren, der eine stehend, der andere liegend. Beide Motoren arbeiteten ähnlich wie der zur selben Zeit von der Deutz AG vertriebene „atmosphärische Motor“.

Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: 35 - Reihe: 01 - Nummer: 14
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 18.10.1934 Erstnennung
Straßenschlüssel 263
Offiziell Christian Reithmann, Erfinder der Gaskraftmaschine, sowohl des Zwei- als des Viertaktmotors. Geb. 9.2.1818 am Marbach b. Fieberbrunn in Tirol, gest. 2.7.1909 zu München.
Straßenverlauf Verb. Str. zw.Friedenheimer Str. und Sandrartstr., nördl. d. Agnes-Bernauer-Str.
Änderung
Straßenverlauf
DatumAlter VerlaufNeuer VerlaufBemerkung
13.8.1936Friedenheimer Straße – SandrartstraßeSackstraße westlich der Ludwig-Thoma-Straße, südlich der Siegenburger StraßeÄnderung der Baulinie
DatumQuelleA
18.10.1934Straßenumbenennungen 1934
Beschluß des Hauptausschusses vom 18. X. 1934
DE-1992-STRA-35 Übersichten über Straßenbenennungen 1929 - 1939
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