Münchner Straßenverzeichnis

   Reinmarplatz          

Hagenau Reinmar von
Reinmar von Hagenau
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)

Reinmar der Alte, auch Reinmar von Hagenau, deutscher Minnesänger der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Seine Person ist urkundlich nicht belegt, jedoch sind unter seinem Namen in verschiedenen Liederhandschriften Minnelieder, Tageliedreflexionen, Frauenlieder sowie die so genannte „Witwenklage“ überliefert. Reinmars Minnelieder werden sowohl inhaltlich als auch formal als herausragende Beispiele des hohen Minnesangs angesehen.

Reinmar der Alte zählt zu den Vertretern der Hochphase des Minnesangs. Formal ist diese Phase gekennzeichnet durch mehrstrophige Lieder in Stollenform mit differenzierten Reimschemata, bei denen der reine Reim zunehmend bevorzugt wird.

Diese Merkmale finden sich durchgehend im Werk Reinmars. Inhaltlich handelt es sich bei einer großen Anzahl von Liedern Reinmars um Minnelieder. Er gilt dabei als Sänger des Leides, als Gedankenlyriker, dessen Themengebiet die nicht geglückte Kommunikation ist. Reinmar ästhetisiert Schmerz und erhebt das Leiden zur Tugend. Auffallend ist dabei, dass die Frau häufig nicht ausführlich beschrieben wird und somit mehr zur Projektionsfläche leidvoller Vorstellungen des Sängers, des ‚Ich‘ des Liedes, wird. Grundlage dieser Lyrik ist das Spannungsfeld, in dem Minne stattfindet: Der Mann liebt die Reinheit der Angebeteten und wünscht sich eine Erfüllung seiner Liebe. Fände diese jedoch statt, verlöre die Frau ihre Reinheit.

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Straßenname Reinmarplatz
Benennung 1958 Erstnennung
Plz 80637
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg | Dom Petro
Kategorie Minnesänger  
Lat/Lng 48.16716 - 11.52622   
Person Hagenau Reinmar von
geboren 1160
gestorben 1210
Kategorie Minnesänger  
Konfession katholisch
GND 11859950X
Leben

Reinmar der Alte, auch Reinmar von Hagenau, deutscher Minnesänger der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Seine Person ist urkundlich nicht belegt, jedoch sind unter seinem Namen in verschiedenen Liederhandschriften Minnelieder, Tageliedreflexionen, Frauenlieder sowie die so genannte „Witwenklage“ überliefert. Reinmars Minnelieder werden sowohl inhaltlich als auch formal als herausragende Beispiele des hohen Minnesangs angesehen.

Reinmar der Alte zählt zu den Vertretern der Hochphase des Minnesangs. Formal ist diese Phase gekennzeichnet durch mehrstrophige Lieder in Stollenform mit differenzierten Reimschemata, bei denen der reine Reim zunehmend bevorzugt wird.

Diese Merkmale finden sich durchgehend im Werk Reinmars. Inhaltlich handelt es sich bei einer großen Anzahl von Liedern Reinmars um Minnelieder. Er gilt dabei als Sänger des Leides, als Gedankenlyriker, dessen Themengebiet die nicht geglückte Kommunikation ist. Reinmar ästhetisiert Schmerz und erhebt das Leiden zur Tugend. Auffallend ist dabei, dass die Frau häufig nicht ausführlich beschrieben wird und somit mehr zur Projektionsfläche leidvoller Vorstellungen des Sängers, des ‚Ich‘ des Liedes, wird. Grundlage dieser Lyrik ist das Spannungsfeld, in dem Minne stattfindet: Der Mann liebt die Reinheit der Angebeteten und wünscht sich eine Erfüllung seiner Liebe. Fände diese jedoch statt, verlöre die Frau ihre Reinheit.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Person Zweter Reinmar von
geboren 1200 [Zeutern]
gestorben 1252
Kategorie Spruchdichter  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118599518
Leben
Gemeinfrei (Wikipedia 2018)

Reinmar von Zweter

Reinmar von Zweter (* um 1200 vermutlich in Zeutern, heute zu Ubstadt-Weiher in Baden-Württemberg; † nach 1248) war ein deutscher Spruchdichter und wahrscheinlich ritterlicher Herkunft aus dem Geschlecht der Herren von Zeutern.

Reinmar von Zweter ist nach eigenen Angaben (Spruch Nr. 150) "am Rhein geboren und in Österreich aufgewachsen". Er begann seine dichterische Laufbahn um 1227 (Spruch Nr. 125) in Österreich. Neben einer ersten Zeit am Babenberger Hof (unter Leopold VI. und Friedrich II.), die eventuell unter dem Einfluss Walthers von der Vogelweide gestanden haben könnte (G. Roethe), lässt sich zudem (zum Beispiel anhand der Sprüche Nr. 136–141) ab 1234/35 ein Aufenthalt in Böhmen am Prager Hof Wenzels I. nachweisen.

Nach 1241 muss man, da anderweitige Indizien fehlen und auf Grund der wechselnden Parteinahme Reinmars in seinen Sprüchen, von einem Leben auf Wanderschaft im Dienste verschiedener Gönner ausgehen. Der letzte datierbare Spruch Reinmars stammt aus dem Jahre 1248 (Spruch Nr. 223).

Reinmar von Zweter gilt als bedeutender Vertreter der Sangspruchdichtung zwischen Walther von der Vogelweide und Frauenlob. Auf Grund seiner hohen Formkunst wurde er von den Meistersingern zu den 12 Begründern der Meisterkunst gezählt.

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