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   Raglovichstraße          

Raglovich Clemens Graf von
Clemens Graf von Raglovich
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Clemens Baron von Raglovich (* 29. Juni 1766 in Dillingen; † 3. Juni 1836 in München) war ein bayerischer General der Infanterie in den Napoleonischen Kriegen.

Geboren als Sohn eines Majors wurde Raglovich zunächst Offizier im schwäbischen Kreiskontingent der Reichsarmee. Er kämpfte 1793 bis 1796 am Rhein und 1799 in Oberitalien, wo er im Gefecht bei Novi schwer verwundet wurde. Als Dillingen zu Bayern kam, wurde er in die kurbayerische Armee übernommen und zeichnete sich in den Feldzügen von 1805, 1806/07 und 1809 aus; bei letzterem war er Generalstabschef der bayerischen 1. Division. Im Russlandfeldzug von 1812 wurde er gleich am Anfang in der Ersten Schlacht von Polazk verwundet und zur Genesung in die Heimat zurückgebracht. 1813 befehligte er die für Frankreich neuaufgestellte bayerische Division in Preußen und zeichnete sich in den Schlachten von Bautzen und Dennewitz als Truppenführer aus. 1814 überwachte er die Aufstellung der bayerischen Reservearmee, im Jahr darauf kommandierte er die 1. Division. 1817 wurde er Direktor des topographischen Bureaus, 1820 Chef des Generalstabes, den er zeitgemäß reorganisierte. 1821 wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Bei seinem Tod war er Reichsrat und General der Infanterie. 1836 erwarb das Hauptkonservatorium der Armee (später Bayerische Armeebibliothek) ca. 3.500 Bände seiner Sammlung.

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Straßenname Raglovichstraße
Benennung 4.1.1900 Erstnennung
Plz 80637
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg | Dom Petro
Kategorie General  
Lat/Lng 48.16045 - 11.54029   
Straßenlänge 0.169 km
Person Raglovich Clemens Graf von
geboren 29.6.1766 [Dillingen]
gestorben 3.6.1836 [München]
Kategorie General  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 11632435X
Leben

Clemens Baron von Raglovich (* 29. Juni 1766 in Dillingen; † 3. Juni 1836 in München) war ein bayerischer General der Infanterie in den Napoleonischen Kriegen.

Geboren als Sohn eines Majors wurde Raglovich zunächst Offizier im schwäbischen Kreiskontingent der Reichsarmee. Er kämpfte 1793 bis 1796 am Rhein und 1799 in Oberitalien, wo er im Gefecht bei Novi schwer verwundet wurde. Als Dillingen zu Bayern kam, wurde er in die kurbayerische Armee übernommen und zeichnete sich in den Feldzügen von 1805, 1806/07 und 1809 aus; bei letzterem war er Generalstabschef der bayerischen 1. Division. Im Russlandfeldzug von 1812 wurde er gleich am Anfang in der Ersten Schlacht von Polazk verwundet und zur Genesung in die Heimat zurückgebracht. 1813 befehligte er die für Frankreich neuaufgestellte bayerische Division in Preußen und zeichnete sich in den Schlachten von Bautzen und Dennewitz als Truppenführer aus. 1814 überwachte er die Aufstellung der bayerischen Reservearmee, im Jahr darauf kommandierte er die 1. Division. 1817 wurde er Direktor des topographischen Bureaus, 1820 Chef des Generalstabes, den er zeitgemäß reorganisierte. 1821 wurde er zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Bei seinem Tod war er Reichsrat und General der Infanterie. 1836 erwarb das Hauptkonservatorium der Armee (später Bayerische Armeebibliothek) ca. 3.500 Bände seiner Sammlung.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 4.1.1900 Erstnennung
Offiziell Clemens Graf v. R., b. General der Infanterie, Führer der bayer. Corps in den Napoleonischen Kriegen.
Straßenverlauf Die Straße zwischen sub 19 und 21
DatumQuelleA
01.01.1900Verzeichnis der zu benennenden Straßen und Plätze
welche laut Ministerialentschließeung vom 4. Januar 1900 mit Wirkung vom 1. Januar 1900 die Allerhöchste Genehmigung erhalten haben
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