Münchner Straßenverzeichnis

   Medererstraße          

Mederer Johann Nepomuk
Johann Nepomuk Mederer
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)

Johann Nepomuk Mederer (auch Johann Nep. Mederer; * 2. Juni 1734 in Stöckelsberg; † 13. Mai 1808 in Ingolstadt) war ein deutscher Jesuit, Historiker und Hochschullehrer.

Mederer wurde im Herbst 1768 an der Ingolstädter Universität zum Dr. phil. promoviert. In derselben Zeit erhielt er an dieser Hochschule eine ordentliche Professur für Geschichte. 1773 wurde er aufgrund der Schrift Ueber die älteste Geschichte der Stadt Eger zum Mitglied der historischen Klasse der Churbairischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Dieses Jahr brachte für ihn viele Veränderungen. Der Jesuitenorden wurde im Sommer 1773 aufgehoben, Mederer wurde im Oktober des Jahres zum Dr. theol. promoviert und erhielt die Professur der Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät. Außerdem erhielt er die Aufgabe eine Chronik für die Universität zu verfassen. Die Vergabe des Projektes an ihn blieb allerdings nicht ohne Gegnerschaft.

Mederer wurde 1774 überraschend der Lehrstuhl entzogen und er wurde als Professor des Kirchenrechts und der Kirchengeschichte an das akademische Lyzeum in München versetzt. Er machte daraufhin erfolgreich geltend, dass er aufgrund fehlender Quellen in München die Chronik der Universität Ingolstadt nicht bearbeiten könne. Im Herbst 1775 wurde seinem Wunsch stattgegeben, nach Ingolstadt zurückzukehren. Dort wurde er 1776 bei der Universitätsbibliothek angestellt und 1777 wieder Seminarinspektor. 1780 erhielt er als ordentlicher Professor der Vaterlandsgeschichte, Diplomatik, und Numismatik wieder eine Anstellung als Lehrer. 1782 schlug er, obwohl seine Bezahlung als Altjesuit schlecht war, einen Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Heidelberg aus. Seine finanzielle Lage besserte sich erst 1784, als er durch ein kurfürstliches Kabinettsdekret wieder einen ordentlichen Lehrstuhl der vaterländischen Geschichte und historischen Hilfswissenschaften erhielt, der 1785 um die Weltgeschichte erweitert wurde. Er war nun auch kurbairischer Wirklicher geistlicher Rat.

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Straßenname Medererstraße
Benennung 1953 Erstnennung
Plz 80997
Stadtbezirk 23. Allach-Untermenzing | Industriebezirk
Kategorie Historiker  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  Universität Ingolstadt  
Lat/Lng 48.17750 - 11.48077   
Person Mederer Johann Nepomuk
geboren 2.6.1734 [Oberpfalz]
gestorben 13.5.1808 [Ingolstadt]
Kategorie Historiker  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  Universität Ingolstadt  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 104361980
Leben

Johann Nepomuk Mederer (auch Johann Nep. Mederer; * 2. Juni 1734 in Stöckelsberg; † 13. Mai 1808 in Ingolstadt) war ein deutscher Jesuit, Historiker und Hochschullehrer.

Mederer wurde im Herbst 1768 an der Ingolstädter Universität zum Dr. phil. promoviert. In derselben Zeit erhielt er an dieser Hochschule eine ordentliche Professur für Geschichte. 1773 wurde er aufgrund der Schrift Ueber die älteste Geschichte der Stadt Eger zum Mitglied der historischen Klasse der Churbairischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Dieses Jahr brachte für ihn viele Veränderungen. Der Jesuitenorden wurde im Sommer 1773 aufgehoben, Mederer wurde im Oktober des Jahres zum Dr. theol. promoviert und erhielt die Professur der Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät. Außerdem erhielt er die Aufgabe eine Chronik für die Universität zu verfassen. Die Vergabe des Projektes an ihn blieb allerdings nicht ohne Gegnerschaft.

Mederer wurde 1774 überraschend der Lehrstuhl entzogen und er wurde als Professor des Kirchenrechts und der Kirchengeschichte an das akademische Lyzeum in München versetzt. Er machte daraufhin erfolgreich geltend, dass er aufgrund fehlender Quellen in München die Chronik der Universität Ingolstadt nicht bearbeiten könne. Im Herbst 1775 wurde seinem Wunsch stattgegeben, nach Ingolstadt zurückzukehren. Dort wurde er 1776 bei der Universitätsbibliothek angestellt und 1777 wieder Seminarinspektor. 1780 erhielt er als ordentlicher Professor der Vaterlandsgeschichte, Diplomatik, und Numismatik wieder eine Anstellung als Lehrer. 1782 schlug er, obwohl seine Bezahlung als Altjesuit schlecht war, einen Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Heidelberg aus. Seine finanzielle Lage besserte sich erst 1784, als er durch ein kurfürstliches Kabinettsdekret wieder einen ordentlichen Lehrstuhl der vaterländischen Geschichte und historischen Hilfswissenschaften erhielt, der 1785 um die Weltgeschichte erweitert wurde. Er war nun auch kurbairischer Wirklicher geistlicher Rat.

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