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   Marieluise-Fleißer-Bogen          

Fleißer Marieluise
Marieluise Fleißer
Bildrechte: Chrisi1964, Statue von Marieluise Fleißer, CC BY-SA 4.0

Marieluise Fleißer (* 23. November 1901 in Ingolstadt; † 2. Februar 1974 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin, welche die Neue Sachlichkeit vertrat. Fleißers Sprache wird als „gestisches Sprechen“ bezeichnet. Mit einer unverrückbaren Genauigkeit geht sie direkt auf die Aussage zu, so Herta Müller in ihrem Beitrag zum 20. Todestag Fleißers.

Fegefeuer in Ingolstadt wurde 1926 in Berlin uraufgeführt. Im Sommer des gleichen Jahres besuchte Fleißer wiederholt Brecht in Augsburg, der bei dieser Gelegenheit anregte, das Stück Pioniere in Ingolstadt zu schreiben. Fleißer hatte ihm von der Invasion der Soldaten in der Stadt erzählt, die zu Übungszwecken an die Donau gekommen waren.

Das Stück Pioniere in Ingolstadt wurde 1929 in Berlin aufgeführt und verursachte einen der legendären Theaterskandale der Weimarer Republik. Brecht, der in die Regie eingriff, hatte das Stück szenisch verschärft: unter anderem fand die Entjungferung des Dienstmädchens in einem rhythmisch wackelnden Pulverhäuschen auf offener Bühne statt. Marieluise Fleißer wurde im heimatlichen Ingolstadt zur unerwünschten Person. Es kam zudem zum Bruch mit Brecht.

Ihre Heimatstadt spielt im Werk Fleißers eine zentrale Rolle. In Ingolstadt verbrachte Marieluise Fleißer fast 60 ihrer 72 Lebensjahre, hier spielen ihre bekanntesten Stücke, ihr Roman und mehrere Erzählungen. Die Provinz mit ihren Menschen, die kleinbürgerliche Welt der Handwerker, Soldaten, Schüler und Dienstmädchen ist Thema und Nährboden für viele ihrer Stücke.

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Straßenname Marieluise-Fleißer-Bogen
Benennung 1993 Erstnennung
Plz 81737
Stadtbezirk 16. Ramersdorf-Perlach | Neuperlach
Lat/Lng 48.0988795 - 11.6617291   
Person Fleißer Marieluise
geboren 23.11.1901 [Ingolstadt]
gestorben 2.2.1974 [Ingolstadt]
Nation Deutschland
Leben

Marieluise Fleißer (* 23. November 1901 in Ingolstadt; † 2. Februar 1974 ebenda) war eine deutsche Schriftstellerin, welche die Neue Sachlichkeit vertrat. Fleißers Sprache wird als „gestisches Sprechen“ bezeichnet. Mit einer unverrückbaren Genauigkeit geht sie direkt auf die Aussage zu, so Herta Müller in ihrem Beitrag zum 20. Todestag Fleißers.

Fegefeuer in Ingolstadt wurde 1926 in Berlin uraufgeführt. Im Sommer des gleichen Jahres besuchte Fleißer wiederholt Brecht in Augsburg, der bei dieser Gelegenheit anregte, das Stück Pioniere in Ingolstadt zu schreiben. Fleißer hatte ihm von der Invasion der Soldaten in der Stadt erzählt, die zu Übungszwecken an die Donau gekommen waren.

Das Stück Pioniere in Ingolstadt wurde 1929 in Berlin aufgeführt und verursachte einen der legendären Theaterskandale der Weimarer Republik. Brecht, der in die Regie eingriff, hatte das Stück szenisch verschärft: unter anderem fand die Entjungferung des Dienstmädchens in einem rhythmisch wackelnden Pulverhäuschen auf offener Bühne statt. Marieluise Fleißer wurde im heimatlichen Ingolstadt zur unerwünschten Person. Es kam zudem zum Bruch mit Brecht.

Ihre Heimatstadt spielt im Werk Fleißers eine zentrale Rolle. In Ingolstadt verbrachte Marieluise Fleißer fast 60 ihrer 72 Lebensjahre, hier spielen ihre bekanntesten Stücke, ihr Roman und mehrere Erzählungen. Die Provinz mit ihren Menschen, die kleinbürgerliche Welt der Handwerker, Soldaten, Schüler und Dienstmädchen ist Thema und Nährboden für viele ihrer Stücke.

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