Münchner Straßenverzeichnis

   Karmeliterstraße          

Die Karmeliterstraße - bis ins 19. Jahrhundert häufig auch Karmelitenstraße geschrieben - ist eine Straße in der Münchner Innenstadt. Sie ist nach der ehemaligen Karmelitenkirche an der Westseite der Straße benannt.

Das Alter der heutigen Karmeliterstraße ist nicht bekannt. Überliefert ist jedoch, dass im Bereich des heute nördlich angrenzenden Promenadeplatzes ab dem 15. Jahrhundert die städtischen Salzstadel standen, die 1778 abgerissen wurden.

Als älteste Bezeichnungen der heutigen Karmeliterstraße ist aus der Zeit zwischen 1509 und 1565 der Name Seemüllers Gässel, um 1600 der Name Neu Gässel überliefert. Ende 18. Jahrhundert ist sowohl Kaltenecker Gässel[6], als auch schon Karmelitergasse bzw. Karmelitengasse nachweisbar. Die heute namensgebende Karmelitenkirche war 1660 als Votiv- und Klosterkirche geweiht worden

Quelle: Wikipedia

Straßenname Karmeliterstraße
Plz 80333
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Kreuzviertel
Straßenlänge 0 km
Kategorie Bauwerke Kloster  
Lat/Lng 48.13998 - 11.57155
Wikipedia

320. Karmeliterstraße. Verbindet die Ettstraße bei der Michaelskirche mit dem westlichen Ende des Promenadeplatzes. Die westliche Begrenzung derselben bildet das ehemalige Karimeliterkloster *) nebst der gleichnamigen Kirche. Kurfürst Maximilian I. votierte vor dem Sieg am weißen Berg bei Prag am 8. Nov. 1620, daß, wenn er siegreich aus Böhmen zurückkehren würde, er die Karmeliten in seine Staaten aufnehmen wollte, wozu die Thatsache den Ausschlag gegeben haben mag, daß der Karmelitermönch Dominikus a Jesu Maria ein Kruzifix in der Rechten, die Reihen des bayer. Heeres durchritt und durch seine von glühender Begeisterung getragenen Mahnworte an die Soldaten den Sieg herbeiführen half. **) Da Maximilian I. aber bald mit Tod abging, erfüllte sein Sohn Ferdinand Maria das väterliche Vorhaben und legte sowohl zum Kloster, als auch zum Gotteshause am 22. Juli 1657, den Grundstein. Letzteres wurde am 5. September 1660 zu Ehren des hl. Nikolaus, dessen Kapelle schon früher ohnweit hievon gestanden war (s. Neuhauserstraße), eingeweiht. Im Kloster wurde nach der Säkularisation im Jahre 1802 ein Knabenerziehungsinstitut, nach seinem Gründer Holland’sches Institut genannt (jetzt Ludwigsgymnasium und k. Erziehungsinstitut für Studierende) untergebracht und die Kirche als Studienkirche verwendet- Der ehemalige kleine ,,Karmeliterplatz« ist teils im Promenadeplatz, teils in der Pfandhausstraße aufgegangen.

*) Vgl. Lipowsky ll., S. 329. **) Fs. Trautmann, Alt-Münchener Wahr- und Denkzeichen. Des Mönches Porträt befindet sich in der Sammlung des histor. Vereins von Oberbayern.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)

StraßeNameArchitektBaustilJahr
Karmeliterstraße 2Ehem. Karmeliterkirche St. NikolausSchedel von Greifenstein Nikolaus, Ruf SepFrühbarock1657

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