Münchner Straßenverzeichnis

   Grasserstraße          

Erasmus Grasser (* um 1450 in Schmidmühlen (Oberpfalz); † 1518 in München) war ein deutscher Bildhauer.

Grasser kam um 1472 nach Abschluss seiner Wanderjahre nach München. Die Zunft der Maler, Schnitzer, Seidennäher und Glaser wehrt sich gegen die Aufnahme, Grasser sei ein „vnfridlicher, verworner und arcklistiger Knecht“. Um 1477 heiratet Grasser Dorothea Kaltenprunner. Bereits 1480 wurde er – wohl auch dank seiner großen Meisterschaft – einstimmig zum Vorsteher der Malerzunft gewählt, der auch die Schnitzer angehörten.

Neben seinem bildhauerischen Können bewies er auch technisches Geschick, er war Sachverständiger für Wasserbau der Stadt München und erhielt 1507 von Herzog Albrecht IV. den Auftrag zur Bauleitung bei der Sanierung der Alten Saline von Bad Reichenhall. Grasser starb 1518 als einer der reichsten Bürger der Stadt.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Grasserstraße
Beschluß 1878 Erstnennung
Plz 80339
Stadtbezirk 8. Schwanthalerhöhe
Stadtbezirksteil Schwanthalerhöhe
Straßenlänge 0 km
Kategorie Personen Bildhauer  Holzschnitzer  
Person Grasser Erasmus (1450 [Schmidmühlen bei Burglengenfeld (Oberpfalz)] - 1518 [München])
GND 118541595
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Lat/Lng 48.14147 - 11.5484456
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek

221. Grasserstraße.Zweigt in nördlicher Richtung von der Landsbergerstraße ab und verbindet dieselbe mittelst der Bahnüberbrückung mit der Arnulfstraße. Zur Erinnerung an den Baumeister, Steinbildner und Holzschnitzer Erasmus Grasser *), welcher, aus Schmidmülln gebürtig, i.J. 1480 Führer der vereinigten Zünfte der Maler, Bildhauer. Glaser ec. in München war. Von ihm sind das »Aresinger Marmorgrabmal« in der St. Peterskirche in München und die holzgeschnitzten sogenannten »Narren« im Saal des alten Rathauses zur Erinnerung an einen im Jahre 1484 stattgehabten Mummenschanz der Herzoge, außerdem baute er zu Reichenhall das Brunnhaus und die Kapelle daneben. Zu Anfang des Jahres 1518 scheint er gestorben zu sein. Die Straße hat ihre Benennung seit 28. September 1877, resp. 1. Januar 1878 und war früher in die Salzstraße (nunmehr Arnulfstraße) einbezogen.

*) Jahrbuch für Münchner Geschichte, 1. Jahrgang 1887 S. 40: Nagler, Künstlerlexikon V., S. 338; Artikel von E. v. Destouches in der Münchener Gemeindezeitung 1886 Nr. 46.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)

StraßeNameArchitektBaustilJahr
Grasserstraße 1MietshausHeininger Xaver neubarock1895
Grasserstraße 5MietshausNeurenaissance1897
Grasserstraße 7MietshausNeurenaissance1897

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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