Münchner Straßenverzeichnis

   Frieb-Anger          

Frieb Hermann
Hermann Frieb
Bildrechte: Gedenktafel für Hermann und Paula Frieb
© Gerhard Willhalm, Gedenktafel - Frieb, CC BY-NC 4.0

Hermann Friab', Dipl. Kaufmann, aktiver Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Kämpfer für eine neue Sozialdemokratie in Deutschland. Geb. 11. Dez. 1909 in München, am 12. Aug. 1943 hingerichtet in München-Stadelheim.

Hermann Frieb war die leitende Persönlichkeit der sozialdemokratisch-illegalen Organisation in München und Südbayern und der letzte Leiter der sozialistischen Studentengruppe.

Quelle: Stadt München

Hermann Frieb (* 11. Dezember 1909 in Mauerkirchen[1] in Oberbayern; † 12. August 1943 in München) war ein österreichischer sozialdemokratischer Widerstandskämpfer in der Zeit des Nationalsozialismus.

In Bayern geboren als Sohn des österreichischen Wirtschaftsprüfers Eduard Frieb und dessen Frau Paula trat er nach dem Umzug der Familie nach München 1932 der SPD in Sendling bei und leitete bis zu deren Verbot im Juni 1933 die sozialistische Studentengruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Februar 1934 wurde er verhaftet, und am 27. März 1934 wurde er als österreichischer Staatsbürger wegen Verdachts illegaler politischer Tätigkeit aus Bayern ausgewiesen. In Wien und später Prag, wo er sein Studium fortsetzte, kam er mit Waldemar von Knoeringen und der Widerstandsgruppe „Neu Beginnen“ in Kontakt. Nach dem Tode seines Vaters und der Aufhebung seiner Ausweisung kehrte er 1935 nach München zurück, wo er die väterliche Kanzlei als selbstständiger Steuerberater fortführte. Er baute zusammen mit seiner Mutter Paula in München und Oberbayern die Widerstandsgruppe „Neu Beginnen“ auf.

Ab Februar 1942 wurden fast alle Gruppenmitglieder von „Neu Beginnen“, insgesamt etwa 200 Personen, aufgrund der Denunziation durch Naziinformanten verhaftet, auch Frieb und seine Mutter. In seinem Ferienhaus fand die Gestapo mehr als 10.000 Schuss Munition, sechs Gewehre und 25 Pistolen. Am 27. Mai 1943 wurde er vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hoch- und Landesverrat“ zum Tode verurteilt. Hermann Frieb wurde am 12. August 1943 im Gefängnis von München-Stadelheim hingerichtet.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Frieb-Anger
Stadtbezirk 24. Feldmoching-Hasenbergl
Stadtbezirksteil Feldmoching
Straßenlänge 0 km
Kategorie Personen Drittes Reich  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  Sozialdemokrat  
Person Frieb Hermann (11.12.1909 [Mauerkirchen, Oberbayern] - 12.8.1943 [München][Hingerichtet])
GND 129873527
Nation Deutschland
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek

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