Münchner Straßenverzeichnis

   Führerstraße          

Joseph Führer (* 20. Januar 1858 in München; † 8. Februar 1903 in Bamberg) war ein deutscher Christlicher Archäologe, Gymnasiallehrer und Professor am Lyzeum in Bamberg.

Führer studierte ab 1877 Klassische Philologie an der Universität München. 1882 legte er das Gymnasial-Lehrerexamen ab. Ab 1883 war er Lehrer am Gymnasium Freising. 1889 wurde er in Erlangen promoviert. Ab 1890 unterrichtete er am Wilhelmsgymnasium München. 1891–92 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. In dieser Zeit kam er zum ersten Mal nach Sizilien und begann dort mit der Erforschung der frühchristlichen Katakomben der Insel, u. a. in Syrakus, was zu seiner Lebensaufgabe werden sollte. Unterstützung fand er bei dem Archäologen Paolo Orsi. 1894 wechselte er an das Ludwigsgymnasium in München. 1894–95 war er wieder auf Sizilien mit einem bayerischen Staatsstipendium. Ab 1897 lehrte er als Professor für Geschichte und Philologie am Königlichen Lyzeum in Dillingen, ab 1898 am Königlichen Lyzeum in Bamberg. 1899 wurde ihm in Anerkennung seiner Forschungen in Sizilien der Orden der Krone von Italien verliehen. 1899–1900 konnte er seine Arbeiten in Sizilien mit finanzieller Unterstützung des DAI fortsetzen. Führers Forschungen bilden bis heute die Grundlage der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Katakomben Siziliens. Er schädigte seine Gesundheit durch die lange Arbeit in den unterirdischen Räumen und starb früh. Victor Schultze publizierte die Ergebnisse seiner Forschungen postum 1907.

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Straßenname Führerstraße
Benennung 7.10.1932 Erstnennung
Kategorie Theologe  Archäologe  
Person Führer Joseph
geboren 20.1.1858 [München]
gestorben 8.2.1903 [Bamberg]
Kategorie Theologe  Archäologe  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 116845511
Leben

Joseph Führer (* 20. Januar 1858 in München; † 8. Februar 1903 in Bamberg) war ein deutscher Christlicher Archäologe, Gymnasiallehrer und Professor am Lyzeum in Bamberg.

Führer studierte ab 1877 Klassische Philologie an der Universität München. 1882 legte er das Gymnasial-Lehrerexamen ab. Ab 1883 war er Lehrer am Gymnasium Freising. 1889 wurde er in Erlangen promoviert. Ab 1890 unterrichtete er am Wilhelmsgymnasium München. 1891–92 erhielt er das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. In dieser Zeit kam er zum ersten Mal nach Sizilien und begann dort mit der Erforschung der frühchristlichen Katakomben der Insel, u. a. in Syrakus, was zu seiner Lebensaufgabe werden sollte. Unterstützung fand er bei dem Archäologen Paolo Orsi. 1894 wechselte er an das Ludwigsgymnasium in München. 1894–95 war er wieder auf Sizilien mit einem bayerischen Staatsstipendium. Ab 1897 lehrte er als Professor für Geschichte und Philologie am Königlichen Lyzeum in Dillingen, ab 1898 am Königlichen Lyzeum in Bamberg. 1899 wurde ihm in Anerkennung seiner Forschungen in Sizilien der Orden der Krone von Italien verliehen. 1899–1900 konnte er seine Arbeiten in Sizilien mit finanzieller Unterstützung des DAI fortsetzen. Führers Forschungen bilden bis heute die Grundlage der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Katakomben Siziliens. Er schädigte seine Gesundheit durch die lange Arbeit in den unterirdischen Räumen und starb früh. Victor Schultze publizierte die Ergebnisse seiner Forschungen postum 1907.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 7.10.1932 Erstnennung
Straßenschlüssel 252
Offiziell Dr. Joseph Führer, Lycealprofessor und Archäologe, korresp. Mitglied d. deutsch-archäologischen Institutes in Berlin, geb. 20.1.1858 zu München, gest. 8.2.1903 zu Bamberg
Straßenverlauf Verb. Str. zw. Valpichler- und Wilhelm-Riehl-Straße, östl. der Friedenheimer Straße
DatumQuelleA
07.10.1932Straßenbenennungen 1932
Beschluß des Stadtrats vom 7. Oktober 1932
DE-1992-STRA-40-53 Straßenbenennungen 1932 - 0
Referat VII ->

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