Münchner Straßenverzeichnis

   Bischof-Ketteler-Straße          

Freiherr von Ketteler Wilhelm Emmanuel Bischof von Mainz, Frankfurter Nationalversammlung
Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler
Bildrechte: Unknown, Ketteler, Wilhelm Emanuel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
<p>Wilhelm-Emmanuel Freiherr von Ketteier (1811-1877) studierte erst Jura und schlug dann die juristische Laufbahn ein, quittierte jedoch aus Glaubens- und Gewissensgründen den preußischen Staatsdienst. Anschließend studierte er von 1841-1843 Theologie in München, wo er dem Kreis des Professors und katholischen Publizisten Joseph Görres angehörte. 1844 wurde er zum Priester geweiht und 1850 zum Bischof von Mainz ernannt. Kirchenpolitisch war er gegen die Trennung von Kirche und Staat und somit ein entschiedener Gegner Bismarcks, der dies durchsetzen wollte. Ketteler gilt als Begründer der Katholischen Soziallehre und der Katholischen Arbeiterbewegung, was ihm den Beinamen „Arbeiterbischof" einbrachte. Von 1848/49 war er Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Ketteler lehnte übrigens die Unfehlbarkeitserklärung des Papstes ab, unterwarf sich jedoch dann dem Konzilsbeschluss.</p>

Quelle: Ludwig Wolf

Emanuel Freiherr von Ketteler, Bischof von Mainz, Verfasser grundlegender Schriften über katholische Sozialpolitik, geb. 25.12.1811 zu Münster, gest.15.7.1877 zu Burghausen.

Quelle: Stadt München

Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (* 25. Dezember 1811 in Münster; † 13. Juli 1877 im Kloster Burghausen, Landkreis Altötting) war ein deutscher Theologe, römisch-katholischer Bischof von Mainz und Politiker (Deutsche Zentrumspartei). Ketteler ist der Gründer der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und wurde aufgrund seines Engagements für die Arbeiterschaft der Arbeiterbischof genannt. Er war ein Großonkel von Clemens August Graf von Galen.

In den Jahren 1871/72 war er Mitglied des deutschen Reichstags. Gemeinsam mit Ludwig Windthorst gründete er die Zentrumspartei als Gegengewicht zu den protestantischen Parteien und insbesondere Otto von Bismarck. Er legte sein Mandat aber bald zugunsten seines Domkapitulars Christoph Moufang nieder.

Zwei im Rahmen des Kulturkampfs im Mai 1873 beschlossene Gesetze griffen in die Autonomie der Kirche ein, z. B. mit Regelungen zur Vorbildung und Anstellung der Geistlichen (Näheres hier). Von Ketteler prangerte im Oktober 1873 in Kevelaer vor mehr als 25.000 Menschen in seiner Predigt diese Regelungen bzw. Gesetze an. Da die Erörterung staatlicher Angelegenheiten nach dem Kanzelparagraphen verboten war, wurde er nach seiner Ansprache verhaftet und zur Höchststrafe von zwei Jahren Festungshaft verurteilt, was heftige Proteste auslöste.

Allerdings sind in Kettelers Äußerungen auch antijudaistische Denkweisen festzustellen, z. B. vertrat er die Gottesmordthese, dass „das Judenvolk seinen Beruf auf Erden verloren hat, als es den Messias kreuzigte“. Auch kombinierte er wiederholt die Begriffe „Juden und Heiden und falsche Brüder“.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Bischof-Ketteler-Straße
Plz 81737
Stadtbezirk 16. Ramersdorf-Perlach
Stadtbezirksteil Perlach
Straßenverlauf Straße vom Hofmarkplatz in südlicher Richtung über die Kloster- u. Putzbrunner Straße hinwegführend.
Straßenlänge 0 km
Kategorie Personen Bischof  
Person Freiherr von Ketteler Wilhelm Emmanuel (25.12.1811 [Münster] - 13.7.1877 [Kloster Burghausen, Landkreis Altötting])
GND 118561723
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Suchen Bischof von Mainz, Frankfurter Nationalversammlung
Lat/Lng 48.102358 - 11.6330358
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek

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