Münchner Straßenverzeichnis

   Aretinstraße          

Karl Maria Freiherr von Aretin auf Haidenburg (* 4. Juli 1796 in Wetzlar; † 29. April 1868 in Berlin) war ein bayerischer Historiker, Diplomat und Politiker.

Seit 1855 war er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1859 wurde er Mitglied auf Lebenszeit der Kammer der Bayerischen Reichsräte. Im Februar 1868 wurde er im Wahlkreis Schwaben 4 (Illertissen, Neu-Ulm, Memmingen, Krumbach) ins Zollparlament gewählt, verstarb jedoch bereits zwei Tage nach dessen Eröffnungssitzung im April desselben Jahres. Er vertrat die politische Richtung der Bayerischen Patriotenpartei.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Aretinstraße
Beschluß 1912 Erstnennung
Plz 81545
Stadtbezirk 18. Untergiesing - Harlaching
Stadtbezirksteil Harlaching
Straßenlänge 0 km
Kategorie Personen Diplomat  Historiker  Kunstforscher  
Person Aretin Karl Maria Freiherr von (4.7.1796 [Wetzlar] - 29.4.1868 [Berlin])
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Lat/Lng 48.09322 - 11.56009
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie

Literatur

Aretin Karl Maria Freiherr von, Die Erbschaft des Königs Otto von Bayern   Aretin Karl Maria Freiherr von, Drei Leben für die bayerische Krone   Aretin Karl Maria Freiherr von, Bayerns Weg zum souveränen Staat   

47. Aventinstraße. Verbindet in Fortsetzung der Kohlstraße den Baaderplaz mit der Klenzestraße.
Z. E. an Aventinus, eigentlich Johannes Turmair ***) gemäß der Sitte seiner Zeit nach der latinisierten Namensform seiner Vaterstadt Abensberg a. d. D. (Aventiunm) genannt· Derselbe war aus- gezeichneter Humanist und Historiker des 16. Jahrhunderts; geboren 4. Juli 1477, studierte seit 1495 zu Jngolstadt, Wien, Krakau und Paris, ließ sich 1507 zu Ingolstadt nieder, ward 1509 Hofmeister der Prinzen Ludwig und Ernst von Bayern, begleitete letzteren 1515 und 1516 auf einer Reise durch Jtalien und übernahm nach seiner Rückkehr das Amt eines bayerischen Geschichtsschreibers. Seine freimütigen Aeußerungen über kirchliche Mißbräuche zogen ihm den Haß der Geistlichen zu und veranlaßten 1528 seine Gefangennehmung, die nur auf Verwendung des bayerischen Kanzlers L. v. Eck wieder auf- gehoben wurde. Seitdem lebte Aventin teils zu Abensberg, teils in Regensburg, wo er 9. Januar 1534 starb. Im Jahre 1861 ist ihm in seiner Vaterstadt ein Denkmal errichtet worden. Seine Hauptwerke sind die Annales Bojorum und deren populäre Bearbeitung in deutscher Sprache, die »Chronika«. Eine Gesamtausgabe von Aventins Werken in 5 Bänden veranstaltete die bayerische Akademie der Wissenschaften 1880—84. Seine i. J. 1826 von Ferdinand Pallarich aus Dresden in Rom verfertigte Büste befindet sich in der Ruhmeshalle. Die Straße trägt seinen Namen seit 18. März 1887 und wurde bei den Erwägungen hervorgehoben, daß Aventin dem bayerischen Volke unter diesem Namen wohl bekannt sei und daß hienach die Bezeichnung »Turmairstraße« ihren Zweck zum Teil verfehlen würde.

*) Vgl. Bayerische Bibliothek 10. Band; Stumpf, deukwürdige Bayern, S. 77

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)


Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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