Münchner Straßenverzeichnis

   Adamstraße          

Adam Albrecht
Albrecht Adam
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2017)

Albrecht Adam (* 16. April 1786 in Nördlingen; † 28. August 1862 in München) war ein deutscher Schlachten-, Porträt- und Genremaler.

Albrecht Adam war das Haupt der Malerfamilie Adam. Sein Vater war aber der Konditor von Nördlingen Veit Jeremias Adam (1754–1830), seine Mutter dessen Ehefrau Margarethe Barbara Thilo, eine Tochter des Pastors Thilo aus Nördlingen. Auch sein Bruder Heinrich Adam (1787–1862) wurde Maler.

1812 nahm Adam in der Grande Armée am Russlandfeldzug teil. Von dort im Dezember 1812 unter großen Gefahren nach München zurückgekehrt, begab er sich nach Italien, wo er bis 1815 verweilte, führte dann in München eine Reihe von Schlachtenbildern aus den letzten Kriegen aus und veröffentlichte ein lithografisches Prachtwerk in 120 Blättern unter dem Titel: Voyage pittoresque et militaire, ebenfalls Schlachtenszenen enthaltend.

Später beschäftigte ihn König Ludwig von Bayern. Unter anderem malte Adam für den Bankettsaal der königlichen Residenz in München die Schlacht an der Moskwa. Im Jahr 1848/49 machte er unter Radetzky den Feldzug in Italien mit, dessen Ergebnis die Gemälde der Schlachten von Novara und Custozza in der Neuen Pinakothek sind. Seine letzte Arbeit war die Schlacht bei Zorndorf für das Maximilianeum in München.

Quelle: Wikipedia

Straßenname Adamstraße
Plz 80636
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt
Stadtbezirksteil Marsfeld
Straßenlänge 0.141 km
Kategorie Personen Maler  Tiermaler  Schlachtenmaler  
Person Adam Albrecht (16.4.1776 [Nördlingen] - 28.8.1862 [München])
Grabstätte Alter Südlicher Friedhof - Sektion: 27 - Reihe: 01 - Nummer: 25/26
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Lat/Lng 48.14881 - 11.54863
Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie

05. Adamstraße. Verbindet die Nymphenburger- mit der Blutenburgerstraße. Benannt ist sie nach dem berühmten Schlachtenmaler Albrecht Adam *), geb. 16. April 1776 zu Nördlingen, gest.- 28. August 1862 in München. Derselbe ward von· den Königen Maximilian I., Ludwig I. und Maximilian II. reich beschäftigt. Besonders hat er das Pferdeleben studiert, in diesem Genre war er ohne Zweifel der bedeutendste Maler seiner Zeit; weit verbreitet und beliebt waren seine Pferdeporträts. Bei seinen Arbeiten halfen ihm seine Söhne, so daß man kaum noch sagen kann, was daran eigentlich seine Arbeit ist. Werke von ihm finden sich im k. Schlosse zu Tegernsee, in der neuen Pinakothek zu München, im Festsaalbau der k. Residenz, dann in Petersburg, Wien, Meilenburg, Holstein und anderen Orten. Mit der bayerischen Armee stand Adam durch seine Schlachtenbilder als Künstler in naher Beziehung, daher erhielt auch eine Straße seinen Namen in einem Stadtviertel, dessen Straßennamen hauptsächlich zur Ehrung der bayerischen Armee bestimmt sind. Die Straße trägt den Namen seit 9. Oktober 1889, resp. 4. Februar 1890.

*) Sammler 1886 Nr. 95 S. 3: Albrecht Adam, Selbstbiograplsie, herausgegeben von Dr. Holland, Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung in Stuttgart 1886.

Karl Graf von Rambaldi - Die Münchner Straßennamen und ihre Erklärung (1894)


Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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