Stadtbezirk 14 - Berg am Laim

Berg am Laim, im Münchner Osten, ist sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig einer der kleineren Stadtbezirke. Er liegt eingebettet zwischen Haidhausen (im Westen) und Trudering (im Osten) bzw. Bogenhausen (im Norden) und Ramersdorf (im Süden). Der Name weist auf die natürliche Beschaffenheit dieses Gebietes hin, das auf einer Löß-Lehmzunge liegt. In früheren Zeiten waren dort zahlreiche Ziegeleien ansässig, in deren Umfeld die dort beschäftigten Arbeiter und ihre Familien wohnten. Der ehemalige Kern des 1913 eingemeindeten Dorfes wurde durch den Bau der Kreiller-/ Berg-am-Laim-Straße fast gänzlich zerstört. Unter den Restbeständen dörflicher Substanz ragt die baukünstlerisch bedeutsame St.-Michaels-Kirche (erbaut 1737-1751 von Johann Michael Fischer) heraus. Die Siedlungsentwicklung im Bereich des alten Dorfkerns war in ihren Anfängen stark von der Eisenbahn beeinflusst. Östlich des Ostbahnhofs und entlang der Gleisanlagen nach Trudering entstanden vor dem Ersten Weltkrieg, aber hauptsächlich in der Zwischenkriegszeit, zahlreiche Eisenbahnersiedlungen. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch freien, landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen St.-Veit-Straße und Ostbahnhof, wurden zu einem der größten Siedlungsgebiete des sozialen Wohnungsbaus in München.Östlich davon überwiegt heute noch Einfamilienhausbebauung. Die Arbeitsplätze konzentrieren sich auf vorwiegend mittelständische Industrie- und Gewerbebetriebe, die entlang des Bahnkörpers zwischen Ostbahnhof und Trudering angesiedelt sind. Die im Berufsleben Stehenden prägen die altersmäßige Zusammensetzung der Bezirksbevölkerung. Der Anteil der Arbeiterschaft, die in früheren Zeiten hier stark vertreten war, ist rückläufig. Familienhaushalte prägen die Haushaltsstruktur im Stadtbezirk. Gut ein Viertel der Bezirksbewohnerinnen und -bewohner besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit.

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