Literatur

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth

Titel Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
Autor Hager Luisa Seelig Lorenz 
Verlag Bayerische Schlösserverwaltung
Jahr 1991
Seiten 16
ISBN-10 3932982487
Kategorie Kunstführer
Serie Schlösserverwaltung Amtlicher Führer
Suchbegriff Markgräfliches Opernhaus Bayreuth 

Die Blüte der Bayreuther Hofkunst des 18. Jahrhunderts leitete der Nachfolger des nüchternen Markgrafen Georg Friedrich Carl, der junge Markgraf Friedrich »der Vielgeliebte« (1735-1763), ein. Er war vermählt mit der Prinzessin Friederike Wilhelmine Sophie von Preußen, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, die eine außerordentlich geistvolle, gebildete und künstlerisch interessierte Frau war. Sie schrieb selbst Bühnenstücke, komponierte kleine Opern und liebte es sehr, sich zu verkleiden und in Liebhaberaufführungen mitzuspielen. Das Schäferkostüm, welches sie in ihrer Lieblingsschöpfung, dem Schloß Eremitage, trug, war für sie das Kleid der Poesie, das sie dem höfischen Alltag und repräsentativen Zwang entrückte. Die Markgräfin war weit mehr als ihr Gatte die Triebfeder für alle künstlerischen Veranstaltungen dieses kleinen Musenhofes. Neben der damals so beliebten italienischen Oper bevorzugte sie das französische Schauspiel - was bei ihrer Geistesverwandtschaft mit Friedrich II. und der Freundschaft, die auch sie mit Voltaire verband, nur natürlich war - sowie das höfische Pastoreil; für solche Aufführungen diente möglicherweise die als Ruine gestaltete Bühne im Garten der Eremitage, die Wilhelmine ab 1743 durch Joseph Saint-Pierre errichten ließ.




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