Literatur

Ein ewig Rätsel bleiben will

Wittelsbacher Schicksale: Ludwig II., Otto I. und Sisi

Titel Ein ewig Rätsel bleiben will
Untertitel Wittelsbacher Schicksale: Ludwig II., Otto I. und Sisi
Autor Müller Wolfgang 
Verlag Koehler & Amelang Verlag
Jahr 1999
Seiten 430
ISBN-10 3733802241
Kategorie König Ludwig II.
Personen König Ludwig II. König Otto I  

Ein ewiges Rätsel will ich bleiben mir und anderen ..., schrieb Ludwig II. in Anlehnung an eine Textstelle in Schillers >Braut von Messina< am 25. April 1876 in einem Brief an die Schauspielerin Marie Dahn-Haus-mann. Aber nicht nur an Ludwig II. war und ist manches rätselhaft; Gleiches gilt auch für die beiden anderen Hauptpersonen dieses Buches, Otto I. und Kaisenn Elisabeth, genannt Sisi.

Ludwig II. mußte nach dem frühen Tod seines Vaters Max II. bereits mit achtzehn Jahren die Thronfolge antreten und hatte in schwierigen politischen Zeiten eine Verantwortung zu tragen, an der auch weitaus erfahrenere Herrscher hätten scheitern können. Otto I. verbrachte den größten Teil seines Lebens in geistiger Umnachtung. Er war noch keine fünfundzwanzig Jahre alt, als sein Bruder Ludwig sich gezwungen sah, seinen Gewahrsam anzuordnen. Sisi wurde im Alter von knapp sechzehn Jahren mit dem österreichischen Kaiser Franz Joseph verheiratet und lebte fortan, laut eigenen Worten, »wie in Ketten«.

Wolfgang Müller konzentriert sich vor allem darauf, wie es zu den unglückseligen Schicksalen dieser drei in enger verwandtschaftlicher Beziehung stehenden Wittelsbacher kam: Lagen geistig-seelische Belastungen vor? Lagen sie in dem Maße vor, wie es den Betroffenen offiziell durch ärztliche Gutachten oder inoffiziell durch entsprechende Berichterstattung nachgesagt wurde? Welche Ursachen gab es dafür? Inwieweit haben die im Mittelpunkt dieser Betrachtungen stehenden Personen ihr unglückliches Schicksal selbst verschuldet? Dem Autor liegt besonders daran, die Vorgänge im Zusammenhang mit der Entmündigung und Absetzung Ludwigs II. ins rechte Licht zu rücken bis hin zum Ablauf der Ereignisse an Ludwigs Todestag. Seine Schlußfolgerungen zieht Wolfgang Müller vor allem aus handschriftlichen Zeugnissen, von denen einige hier zum ersten Mal veröffentlicht werden, sowie Aussagen von Zeit-und Augenzeugen in Zeitungen und Zeitschriften.

Woifyang Müüer, geboren 1926, war viele Jahre als kaufmännischer Vorstand eines namhaften Münchner Industrieunternehmens tätig. Seit langem befaßt er sich mit Forschungen zur bayerischen Geschichte, die bisher in zahlreichen Vorträgen ihren Niederschlag gefunden haben.




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