Literatur

Die Inschriften der Stadt und des Landkreises München

Titel Die Inschriften der Stadt und des Landkreises München
Autor Kloos Rudolf M. 
Verlag Druckenmüller
Jahr 1958
Seiten 370
ISBN-10 B0000BK8XT
Kategorie Geschichte
Suchbegriff Inschriften 

VORWORT

Mit diesem Band wird die Münchener Reihe des von den Akademien der Wissenschaften Deutschlands in Berlin, Göttingen, Heidelberg, Leipzig und München und der Osterreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien herausgegebenen Sammelwerkes „Die Deutschen Inschriften" eröffnet, das von dein 1956 verstorbenen Heidelberger Germanisten Geheirnrat Friedrich Panzer angeregt, in enger Verbindung mit den Historikern und Vertretern der geschichtlichen Hilfswissenschaften Professor Karl Brandi in Göttingen und Professor Hans Hirsch in Wien vorbereitet und 1934 begründet wurde. Als erster Band des Gesamtwerkes und zugleich der Heidelberger Reihe erschienen 1941 „Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes". In der Einleitung wurden von Friedrich Panzer die Geschichte, die Aufgaben und die Organisation des Inschriften Werkes dargelegt. „Deutsche Inschriften", das will nach seinen Ausführungen besagen, „alle Inschriften, in denen deutsches Leben Ausdruck gefunden hat". Als zeitliche Grenze nach vorne wurde nach denselben Ausführungen das lahr 1650 gewählt, nach rückwärts soll die Sammlung „an die Bearbeitung der aus römischer Zeit stammenden Inschriften des Corpus Inscriptionum Latinarum anschließen, die deutsches Leben spiegeln".
Als Vertreter der Bayerischen Akademie der Wissenschaften stellten sich für das Unternehmen der Münchener Germanist Geheirnrat Carl von Kraus und der erste Vorsitzende der Kommission für bayerische Landesgeschichte, Geheimrat Georg Leidinger, zur Verfügung. Als Aufgabenbereich der Münchener Kommission wurde die Sammlung der Inschriften Bayerns, Württembergs und Hohen-zollerns ausersehen.
Nach dem Tode Georg Leidingers (f 1945) wurden im Jahre 1950 auf Vorschlag von Carl von Kraus (f 1952) Herr Professor Paul Lehmann, Ordinarius für lateinische Philologie des Mittelalters, und als Vorsitzender der Unterzeichnete zugewählt, der unterdessen der Nachfolger Georg Leidingers in der Leitung der bayerischen geschichtlichen Landeskommission geworden war. Seit 1953 gehört der Kommission außerdem an der Vertreter der geschichtlichen Hilfswissenschaften an der Universität München, Professor Peter Acht, mit dessen Eintritt in die Kommission noch im selben Jahr die Arbeiten begonnen wurden, deren erste Frucht nunmehr vorliegt. Seiner Initiative ist die Aufstellung des Arbeitsplanes, die Gewinnung von Mitarbeitern und die Betreuung der bisher geleisteten Arbeiten zu verdanken.

Bei den durch den raschen Wiederauf bau bedingten Veränderungen im Münchener Stadtbild erschien es geboten, vorerst die Münchener Inschriften sammeln und bearbeiten zu lassen. Gleichzeitig ließen sich damit am Sitz der Kommission die notwendigen organisatorischen und arbeitsmäßigen Vorbereitungen treffen, um das Inschriften werk nach und nach auf ganz Bayern, Württemberg und Hohenzollern auszudehnen. Mit der »Sammlung und Edition der Münchener Inschriften, zu denen die des Landkreises München hinzugenommen wurden, wurde auf Vorschlag von Professor Acht Herr Dr. Rudolf M. Kloos, Mitarbeiter an denMonumenta Germaniae Historica und Referendar am Bayerischen Hauptstaatsarchiv, beauftragt. Herr Dr. Kloos widmete sich dieser Tätigkeit in seiner Freizeit und bei bescheidener finanzieller Unterstützung mit der ihm eigenen Gründlichkeit und Liebe zur Sache. Als Photograph stand ihm der Kunsthistoriker Herr Dr. Klaus Kraft helfend zur Seite.

Zusammen mit den Münchener Inschriften sind als Band 2 der Münchener Reihe die Inschriften der Stadt Wimpfen am Neckar, bearbeitet von Herrn Professor Dr. Fritz Viktor Arens in Mainz, erschienen. Inzwischen wurden die Arbeiten auf die Städte Freising und Regensburg ausgedehnt. Die Bearbeitung weiterer Inschriftengruppen in bayerischen und württembergischen Städten ist in Aussicht genommen mit dem Ziel, durch systematische Sammlung und Aufnahme aller bayerischen und württembergischen Inschriften die Voraussetzungen schaffen zu helfen zu einer allgemeinen deutschen Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit.




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