Literatur

Krippen

Bayerisches Nationalmuseum München

Titel Krippen
Untertitel Bayerisches Nationalmuseum München
Autor Gockerell Nina 
Verlag Taschen
Jahr 1998
Seiten 96
ISBN-10 382287177X

Zur Entstehungsgeschichte der Weihnachtskrippe

In vielen Teilen der Welt ist Weihnachten ohne Krippen undenkbar. Die bunten Szenen um die Geburt Christi, die Anbetung der Hirten und der hl. Drei Könige werden in Kirchen ebenso aufgestellt wie zu Hause in den Familien. Oft sind es wertvolle Erbstücke, doch findet man heute auch moderne Gestaltungen dieses alten Themas.

Weihnachtskrippen hat es nicht immer gegeben. Die Tradition ihrer heute geläufigen Form reicht nicht weiter als bis in das 16. Jahrhundert zurück. Zuvor wurden die Geburt und die Anbetung des Kindes in anderer Weise dargestellt- davon handelt dieses Kapitel.

Seit dem Ende des 3. Jahrhunderts feiern Christen die Erinnerung an die Geburt Jesu. In dieselbe Zeit reichen die ersten Zeugnisse über die Verehrung der Geburtsgrotte in Bethlehem durch Pilger zurück. Seit dem 4. Jahrhundert wird die Geburt Christi bildlich dargestellt: Reliefs auf Sarkophagen oder liturgischen Geräten und Wandfresken zeigen das auf seiner Lagerstatt ruhende Kind mit der Mutter Maria und die Anbetung der Weisen. Die erste Nachbildung der Geburtsgrotte im Abendland entstand im 7. Jahrhundert in Rom, wo in Santa Maria Maggiore ein Partikel aus der Grotte als Reliquie verehrt wurde. Später stellte man dort einen hölzernen Trog auf, von dem wohl jene Brettchen stammen, die bis heute als Teil der Krippe des Christkindes verehrt werden.



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