Literatur

Städte im Aufbruch

München und Moskau 1812-1914

Titel Städte im Aufbruch
Untertitel München und Moskau 1812-1914
Autor Kruse Christian 
Verlag VDS Verlagsdruckerei Schmidt
Jahr 2009
Seiten 184
ISBN-10 9783938831175
Kategorie Architektur
Suchbegriff Städtevergleich 

Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, des Stadtarchivs München und des Museums für die Geschichte Moskaus in Gesamtverantwortung der Bayerischen Staatskanzlei München, 7. Oktober bis 27. November 2009

Vorwort

Die Ausstellung „Städte im Aufbruch. München und Moskau 1812-1914" bietet ein faszinierendes Doppelpanorama zweier europäischer Städte, denen - bei all ihrer Unterschiedlichkeit - eines gemeinsam ist: Beide erlebten nach dem historischen Einschnitt der napoleonischen Ära eine dynamische Entwicklung und standen durch rasches Bevölkerungswachstum, die stürmische Entwicklung von Wissenschaft, Technik und Arbeitswelt, aber auch durch gesellschaftliche Veränderungen vor ähnlichen Herausforderungen, etwa beim Ausbau der Infrastruktur, bevor in erneuter zeitlicher Parallelität der Erste Weltkrieg und seine Folgen zu einem epochalen Umbruch führten. In beiden Metropolen entstanden in diesen fast genau einhundert Jahren zahlreiche bedeutende Bauwerke, die bis heute das Stadtbild prägen, auf beiden Seiten mussten Verwaltungskräfte, Ingenieure und Wissenschaftler die Aufgabe lösen, unter den Bedingungen einer immer stärker technisierten Zivilisation das Zusammenleben von immer mehr Menschen in expandierenden Siedlungsgebieten sachgerecht zu planen und zu organisieren. Der durch die Ausstellung ermöglichte parallele Blick auf die teils verblüffend ähnlichen, teils aber auch völlig unterschiedlichen Antworten auf diese Herausforderungen ist mit Sicherheit nicht nur für Fachleute, sondern für alle an der Geschichte Deutschlands und Russlands Interessierten sehr reizvoll.

Das Museum für die Geschichte Moskaus, das Bayerische Hauptstaatsarchiv und das Stadtarchiv München haben aus ihren Beständen eine facettenreiche Präsentation zusammengestellt, mit der nach den viel beachteten Ausstellungen über Fjodor Tjutschews Münchner Jahre und über die russische Avantgardekunst der 1920er und 1930er Jahre die erfolgreiche Zusammenarbeit bayerischer und Moskauer Archive und Museen fortgesetzt wird. Besonders erfreulich ist, dass die Ausstellung im nächsten Jahr auch in Moskau zu sehen sein wird. Ich danke allen, die durch ihr Engagement zum Entstehen der Ausstellung beigetragen haben, und wünsche ihr viele interessierte Besucher.

Horst Seehofer
Ministerpräsident des Freistaats Bayern

 




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