Literatur

Zwischen Weißem und Braunem Haus

Erinnerungen eines politischen Außenseiters

Titel Zwischen Weißem und Braunem Haus
Untertitel Erinnerungen eines politischen Außenseiters
Autor Hanfstaengl Ernst 
Verlag Piper Verlag GmbH
Jahr 1982
Seiten 402
ISBN-10 3492026222
Kategorie Nationalsozialismus
Personen Hanfstaengl Ernst 

Ernst Hanfstaengl Zwischen Weißem und Braunem Haus

Ernst (Putzi) Hanfstaengl - Harvard Absolvent, Intimus Hitlers in den Zwanziger Jahren, später sein Auslandspressechef, 1937 vor den Nazis auf der Flucht, im Krieg Berater seines Freundes Franklin D. Roosevelt in Washington, D. C. - hat Hitler während der entscheidenden Jahre von 1923 bis 1933 aus allernächster Nähe erlebt. Sein Bericht konzentriert sich auf die Zeit der Münchner Jahre, in denen Hitler vom bayerischen Lokalpolitiker zum nationalen Parteiführer. emporstieg, als der »Provinzagitator im blauen Kammgarnanzug « die ersten Parteiversammlungen im Bürgerbräukeller in seinen Bann zwang und die Münchner Gesellschaft ihre Salons dem energischen jungen Politiker öffnete und dadurch entscheidend dazubeitrug,Hitler und seiner Partei die so notwendige Anerkennung im Bürgertum zu verschaffen. Die Ereignisse des Marsches zur Feldherrnhalle, die Landsberger Haftzeit, die makabre Wandlung des Parteiführers und Reichskanzlers Hitler zu dem vom Machtrausch gepackten, skrupellosen Fanatiker erhalten in Hanfstaengls Berichterstattung eine bisher weitgehend unbekannt gebliebene Bewertung.
Bis Hitler das Kanzleramt übernahm, galt Hanfstaengl als einer seiner engsten Vertrauten (danach fungierte er bis zu seiner Flucht 1937 als Auslandspressechef); er war zugleich einer der wenigen Akteure des NS-Hofstaates, die sich ein eigenes, unabhängiges Urteil zu erhalten wußten.Vom Röhm-Putsch an datiert die wachsende Entfremdung Hanistaengls von Hitler, die zu unverhüllten Drohungen führte und ihn 1937 zwang, mit Hitler und seinem Kreis zu brechen und in die Schweiz zu fliehen. Es folgten Jahre des Exils in England und Kanada, bis Hanfstaengl bei seinem ehemaligen HarvardKommilitonen Franklin D. Roosevelt die Stellung eines Beraters einnehmen konnte.

So schließt sich dieseraußerordentliche Lebensbericht, der in Harvard beginnt und über das Münchner »Braune Haus « und das Regierungsviertel Berlins wieder in die Vereinigten Staaten zurückführt: ein an Abenteuern, Illusionen und an bitteren Erkenntnissen reiches Leben.



Revolutionszeitung

Navigation

Social Media