Literatur

Bürgersaalkirche

Titel Bürgersaalkirche
Autor Altmann Lothar 
Verlag Schnell & Steiner
Jahr 2009
Seiten 40
ISBN-10 379544134X
Kategorie Kirchenführer
Suchbegriff Bürgersaalkirche 

Die erste marianische Kongregation überhaupt wurde im Jahre 1563 in Rom gegründet. Daraufhin verbreiteten sich die Kongregationen bald in ganz Europa. Die „Marianische Deutsche Kongregation der Herren und Bürger zu Unserer Lieben Frauen Verkündigung" in Mün-clirii wurde im Jahre 1610 durch den Jesuitenpater Georg Schrettel zusammen mit sieben Bürgern ins Leben gerufen. 1625 umfasste sie bereits 1000 Mitglieder (sog. Sodalen). Die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges und die Pest ließen die Anzahl der Sodalen um das Jahr 1650 auf 380 absinken. Doch dann ging es rasch wieder aufwärts, und um 1710 gehörten der Kongregation über 3000 Sodalen an. Damals errichtete sich die Kongregation den Bürgersaal als Oratorium.
Im Jahre 1773 wurden wegen der Aufhebung des Jesuitenordens die bis dahin als Präsides tätigen Jesuitenpatres durch Diözesanpriester abgelöst. Die Säkularisation von 1803 brachte auch für die Kongregation erhebliche Einschränkungen und große materielle Verluste. Doch der Opfersinn der Sodalen glich dies bald wieder aus. Um 1910 bestand die Kongregation wieder aus mehr als 2500 Sodalen. 1921 wurden durch Michael Kardinal Faulhaber die Jesuiten wieder als Präsides der Kongregation eingesetzt. Damals wurde P. Rupert Mayer SJ mit ihrer Führung betraut; er war bis zu seinem Tod 1945 als Präses und auch als Präfekt tätig. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Kongregation bestens und umfasste schließlich rund 7000 Sodalen. In den meisten Münchner Pfarreien konnten eigene Gruppen eingerichtet werden. P. Mayers Tätigkeit als Präses setzten die Jesuitenpatres Anton Körbling (bis 1972), Karl Sieben (bis 1987), Richard v. Aretin (bis 2002), Wolfgang Bauer (bis 2005) und derzeit Peter Linster fort. Als Präfekten führten die Kongregation in den letzten Jahrzehnten Sebastian Wildmoser (1975-1980), Otto Utz (1980-1991), Valentin Ueblacker (1991-1999) und derzeit Diakon Horst Th. Esterer.




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