Literatur

Beckmann-Führer

München und Umgebung

Titel Beckmann-Führer
Untertitel München und Umgebung
Autor Sailer Josef Benno 
Verlag Walter Seifert, Stuttgard
Jahr 1924
Seiten 100
ISBN-10 0000000070
Kategorie Reiseführer
Suchbegriff Reiseführer 

mit fünffarbigem Stadtplan und 16 Kunstbeilagen

Münchens Geschichte.

Fast ausnahmslos sind die von München nach und nach aufgesaugten Vorstädte älter als das eigentliche Dorf M uni chen, das nach den Chronisten um das Jahr 1158 an der von Herzog Heinrich dem Löwen an Stelle der bei Föhring niedergebrannten Brücke eine Meile isaraufwärts entstand.
Urkundlich erscheint der Ort München erstmals am 14. Juni 1158; in dieser Urkunde wurden die Brücke, der Markt und die Münze laut kaiserlicher Verordnung als zu Recht bestehend betrachtet. Damit waren für die Entwickelung Münchens ausschlaggebende Faktoren gegeben.
Wie sich der Ort nun weiter entwickelt hat, darüber fehlen alle sicheren Anhaltspunkte bis zum Jahre 1172, wo ein eigenes Hoflager in München errichtet wurde, im gleichen Jahre liess Herzog Heinrich eine feste Ummauerung der «Stadt» anlegen.
Infolge der Abtrünnigkeit des «Löwen» ward 1180 an seiner Stelle das Herzogtum Bayern an Otto von Wittelsbach als vererbliches Eigen gegeben und in der Folge auf Drängen des Bischofs von Freising die Brücke bei München wieder zerstört und nach Veringen (Föhring) verlegt. Doch dürfte die Brücke bald wieder erstanden sein, denn eine Stockung in der Entwicklung der schon ziemlich vorgeschrittenen Stadt ist nicht zu verzeichnen. Verschiedene Ueberlieferungen wissen zu erzählen, dass München Mitte des 13. Jahrhunderts schon ziemlich ausgebaut war und Handel und Gewerbe blühten.
Die Residenz der bayerischen Herzoge, bis zum Jahre 1255 in Landshut, ward infolge Teilung nach München verlegt und das bedingte einen neuen Aufschwung der Stadt.
1285 war München der Schauplatz einer furchtbaren Judenverfolgung und grausamen Metzelei.
Ein Münchener Stadtrat ist sicher erst im Jahre 1289 als bestehend anzunehmen. 1294 erhielt die Stadt das Recht, einen eigenen Richter aufzustellen. Im gleichen Jahr und 1298 gab Herzog Rudolf der Stadt auch noch andere wichtige Privilegien.




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