Literatur

Revolution

Bayern 1918/19

Titel Revolution
Untertitel Bayern 1918/19
Autor Brockhoff Evamaria Hangkofer Christof 
Verlag Haus der Bayerischen Geschichte
Jahr 2008
Seiten 62
ISBN-10 3937974200
Kategorie Geschichte
Serie Hefte zur Bayerischen Geschichte
Suchbegriff Revolution Räterepublik 

Vorwort

Der revolutionäre Umbruch in Bayern von 1918/19 findet seit vielen Jahren das Interesse der historischen Forschung, die vor allem seit den 1960erJahren ein immer differenzierteres Bild von den Vorgängen und handelnden Personen erarbeiten konnte. Dabei hat der scheinbare Widerspruch vom Ansehen und der Akzeptanz des Herrscherhauses der Wittelsbacher einerseits und der frühen Revolution mit dem jähen Ende der Monarchie andererseits immer wieder Fragen aufgeworfen. Kontroversen entzündeten sich über die Ursachen der Revolution und der weitergehenden Radikalisierung 1919. Und nicht zuletzt stellte sich die Frage nach den Zusammenhängen zwischen Umbruch und Radikalisierung von 1918/19 und den Anfängen des Nationalsozialismus in München. Dabei standen das revolutionäre Geschehen und der daraus resultierende Bürgerkrieg so sehr im Blickfeld, dass selbst die parallele Genese der parlamentarischen Demokratie, wie sie die Bamberger Verfassung konstituierte, erst in jüngster Zeit eine spezifische Erforschung erfahren hat.

Die Revolution in Bayern hat insbesondere das Interesse von jungen Historikern und Studierenden gefunden. Große Aufmerksamkeit hat der am Institut für Bayerische Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität erarbeitete und 1969 erschienene Band „Bayern im Umbruch" erlangt, in dem Karl Bosl mit einer Gruppe seiner Schüler die Revolution analysiert hat. 2008 jährt sich der Geburtstag von Karl Bosl zum einhundertsten Mal und so mag auch dieses Heft an den bedeutenden bayerischen Landeshistoriker erinnern.
Die Ausstellung zur Revolution in Bayern 1918/19 ist aus einem Pilotprojekt in der Lehrkooperation des Instituts für Bayerische Geschichte mit dem Haus der Bayerischen Geschichte sowie dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv hervorgegangen. Dabei bringt das Haus der Bayerischen Geschichte eine spezifische Komponente in die Lehre des Instituts ein: Praxisbezogen von der Ideen- und Konzeptentwicklung bis hin zur Ausstellungsgestaltung und Katalogerstellung, dem Fundraising sowie der Presse- und öffentlichkeitsarbeit haben die Studierenden des Instituts die Möglichkeit, Einblick in die Entstehung und Umsetzung einer Ausstellung zu nehmen und dabei unter sachkundiger Anleitung eigenständig ein Ausstellungsprojekt auf die Beine zu stellen. Dafür danken wir besonders Herrn Dr. Josef Kirmeier, der mit großem Engagement als Projektleiter und Lehrbeauftragter mit seinen Studierenden die treibende Kraft war. Für Rat und Hilfe ist Herrn Dr. Bernhard Grau und Herrn Dr. Wolfgang Ehberger zu danken. Frau Dr. Elisabeth Tworek hat die einschlägigen Plakatbestände in der Münchner Monacensia großzügig zur Verfügung gestellt. Sodann gilt unser Dank dem Leiter des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Dr. Gerhard Hetzer, der das Vorhaben stets unterstützte, außerdem dem Leiter des Literaturhauses, Dr. Reinhard Wittmann, der sein Haus für die Präsentation zur Verfügung stellte und seine Kompetenz in vielfacher Weise einbrachte. Gratulieren möchten wir den Studierenden zu ihrer Ausstellung!

Dr. Richard Loibl Prof. Dr. Ferdinand Kramer




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