Literatur

Schloß Schleißheim

Titel Schloß Schleißheim
Autor Haga Luisa 
Verlag Langewiesche
Jahr 1974
Seiten 48
ISBN-10 3784513611
Kategorie Architektur
Suchbegriff Schloß Schleißheim 

Der älteste Landsitz des bayerischen Hofes nordwestlich der Landeshauptstadt war jenes spätgotische Schlößchen Menzing oder Blutenburg, das sich der bayerische Herzog Sigismund erbaut hatte, um dort am Ende seines Lebens als Landedelmann zu hausen und seinen Liebhabereien nachzugehen. Demgegenüber sollte das Schloßgut Schleißheim seinem frommen Gründer, dem Herzog der Gegenreformation, Wilhelm V., als Refugium zur inneren Einkehr dienen. So verdankt der Schloßbesitz Schleißheim eigentlich der höfischen Gepflogenheit fürstlichen Eremitentums seine Entstehung. Wie vor ihm Kaiser Karl V. in der Abgeschiedenheit des Klosters San Jeronimo de Yuste und Philipp Il. im Escorial, wollte Wilhelm V. bei den Eremiten in c.er am Rande des Dachauer Mooses gelegenen Einöde Schleißheim sein Leben beschließen. Die Schloßschwaige Schleißheim war eine fürstliche Eremitage, die im späten 16. Jahrhundert noch ernst gemeint war, während im 18. Jahrhundert das bedürfnislose Eremitenleben Vorwand einer anderen Form der höfischen Geselligkeit wurde.




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