Literatur

St. Michael in Berg am Laim

Titel St. Michael in Berg am Laim
Autor Steiner Peter 
Verlag Schnell & Steiner
Jahr 2003
Seiten 24
ISBN-10 3795451175
Kategorie Kirchenführer
Suchbegriff St. Michael Berg am Laim 

Geschichte. Der Ort und seine Kirche wurden 813 dem Freisinger Dom geschenkt und im Jahr 1052 von Kaiser Heinrich III. und Bischof Nitker von Freising dem Chorherrenstift St. Veit in Freising übergeben, das bis 1802 die Pfarrei betreute. Die heute bestehende St. Stephanskirche von Baumkirchen, die bis 1806 Pfarrkirche war, ist ein spätgotischer Bau von 1511, der im 18., 19. und 20. Jahrhundert umgestaltet wurde. Als zweite Kirche wurde 1626 eine Loretokapelle, eine Nachbildung des Heiligen Hauses von Loreto, durch Jakobäa von Lerchenfeld erbaut. Die Kapelle wurde 1852 durch einen Neubau beim Institut der Englischen Fräulein ersetzt. Jakobäa von Lerchenfeld war die Besitzerin der Hofmark Berg am Laim, eines Großgrundbesitzes, der mit besonderen Vorrechten (niedere Gerichtsbarkeit) verbunden war. Von ihr kam die Hofmark über Bischof Albert Sigismund von Freising an Maximilian Heinrich von Bayern, Erzbischof und Kurfürst von Köln 1650-88. Bis zum Tod des letzten bayerischen Prinzen auf dem Kölner Bischofsstuhl, Clemens August, 1761 gehörte dann Berg am Laim den Erzbischöfen von Köln. Diese wollten in ihrer Heimat wie ihre Vettern und Brüder in Nymphenburg, Schleißheim oder Fürstenried eine repräsentative fürstliche Residenz besitzen. Die durch die Reichskirchenpolitik der Wittelsbacher hergestellte Verbindung von Köln und München, von katholischem Bayern und katholischem Rheinland, hat von 1580-1761 gedauert und die Geschichte Deutschlands wesentlich geprägt. Die wichtigsten Baudenkmäler dieser Reichskirchenpolitik sind heute das von Francois Cuvillies gebaute Schloß des Clemens August in Brühl bei Bonn und die von Johann Michael Fischer gebaute kölnische Hofkirche St. Michael in Berg am Laim. Zu Anfang des 16. Jh. wurde das Perlacher Gotteshaus teilweise neu ausgestattet. Davon zeugen einige noch heute vorhandene spätgotische Figuren aus der Werkstatt eines bedeutenden, wohl in München tätigen Schnitzers, der nach einem seiner Hauptwerke den Notnamen „Meister des Hochaltars von Rabenden" bekam. Auch der kelchförmige Taufstein aus Tuff dürfte damals in die Kirche gekommen sein. 1626 waren die drei Altäre so schadhaft, daß eine Erneuerung notwendig wurde. Der Dreißigjährige Krieg verhinderte jedoch eine größere Sanierung. 1672 klagten die Perlacher, daß die Kirche nicht ausreichend fundamentiert und der Dachstuhl „verseucht" sei. Seit 1670 wurden deshalb vor allem von Münchner Fachleuten Gutachten eingeholt: So reichte in diesem Jahr der Münchner Maurermeister Jakob Zwerger (1614-1675) einen nicht mehr erhaltenen Plan nebst überschlag zur Renovierung ein. Im Januar 1672 nahmen Hofbaumeister und Kistler




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