Literatur

Prinz-Carl-Palais

Vom Palais Salabert zum Sitz des Bayerischen Ministerpräsidenten

Titel Prinz-Carl-Palais
Untertitel Vom Palais Salabert zum Sitz des Bayerischen Ministerpräsidenten
Autor Aechter Ilse 
Verlag Bayerische Vereinsbank
Jahr 1989
Seiten 131
ISBN-10 0000000049
Kategorie Architektur
Suchbegriff Palais Salabert Prinz-Carl-Palais 

VORWORT

» Kirchen und Klöster nehmen reichlich den dritten Teil des Grundes der Stadt ein,
und gehören zu den vornehmsten Merkwürdigkeiten derselben.
Die übrigen ansehnlichen Häuser und Paläste sind nicht in großer Anzahl. «

FRIEDRICH NICOLAI

Bei seinem Besuch 1782 konnte der Berliner Verleger Friedrich Nicolai noch die Dominanz sakraler Bauten in der süddeutschen Residenzstadt feststellen. Mit dem Engagement des Kronzprinzen Ludwig, seit 1825 König Ludwig i. von Bayern, begann der Ausbau Münchens zum »Kunstwerk« (Konrad Weiß, igo8). In das Stadtbild des von Ludwig r. geplanten »Isar-Athen« fügen sich neben die Barockbauten der Kurfürstenzeit die neuen Paläste des Klassizismus.

Nicht allen an der Münchner Kulturgeschichte Interessierten ist die ereignisreiche Vergangenheit und die bauhistorische Qualität dieser Adelssitze bekannt. Wir sahen daher eine wichtige und reizvolle Aufgabe darin, die Geschichte einiger Münchner Palais darzustellen. Dabei wollten wir eine für den Laien anschauliche Baugeschichte verfassen und das wechselvolle Schicksal der Palais-Bewohner schildern. Aber auch das Problem, historische Bausubstanz zu wahren und Anforderungen moderner Stadt- und Verkehrsplanung gerecht zu werden, haben wir angesprochen.

Nicht zufällig fiel unsere Wahl nach den Bänden über die Palais Preysing und Portia, Leuchtenberg und Holnstein für den abschließenden Band auf das Prinz-Carl-Palais. Es ist ein Kleinod des Münchner Klassizismus, das sich bei allen Veränderungen im Münchner Stadtbild seine noble Ausstrahlung bewahrt hat.

Karl von Fischer, der Schöpfer des Nationaltheaters, erbaute das Palais 1804 / o6. Der heutige Sitz des bayerischen Ministerpräsidenten zählt zu den wenigen erhaltenen Werken des erst in jüngster Zeit angemessen gewürdigten Architekten. Das Palais verdankt seinen Namen dem Prinzen Karl, der es von seinem Bruder Ludwig I. 1825 als Residenz erhielt.
Die Bayerische Vereinsbank dankt den Autoren für die kenntnisreiche Rückschau in die bayerische Geschichte und wünscht den Lesern dieses Buches einen anregenden Blick hinter die Türen des Prinz-Carl-Palais.

Maximilian Hackl




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