Literatur

Das Alte Rathaus zu München

Titel Das Alte Rathaus zu München
Autor Schattenhofer Michael 
Verlag Süddeutscher Verlag
Jahr 1972
Seiten 350
ISBN-10 3799156941
Kategorie Stadtbeschreibung
Suchbegriff Altes Rathaus 

Kein Profanbau Münchens, der Alte Hof und die Residenz als einstige Hofhaltungen der wittelsbachischen Landesherren nicht ausgenommen, ist wie das alte Rathaus verwoben in die über achthundertjährige Geschichte dieser Stadt. Politischadministrativer Mittelpunkt, Schauplatz urbaner Gesellschaft und Geselligkeit, Sitz des Stadtgerichts, Markthalle und Warenstapel: Rathaus, Tanzhaus, Stadtfronfeste und Gewand- oder Tuchhaus in einem! Hier ging der Pulsschlag bürgerlichen Lebens lange am vernehmlichsten und an vielen Punkten weitet sich die Geschichte des alten Rathauses zu einer Geschichte der Stadt selbst.

Von dem Gesamtkomplex des alten Rathauses steht nur noch der Saalbau, in ihm freilich sein eindrucksvollster und wichtigster Teil, auch er allerdings nach schweren Kriegsschäden nahezu ein Neubau in den alten Formen und Maßen.

In dieser Darstellung geht es nicht um Baugeschichte und Geschichte dieses Saal

aus als Träger der Bezeichnung »Altes Rathaus« allein, sondern um die gesamte Anlage des alten Rathauses als Bau und Institution von seinem Anfang an. Gegen die ursprüngliche Absicht ist diese Geschichte des alten Rathauses in die Breite gegangen und ins Detail geraten. Aus der nur kurz gedachten Beschäftigung mit diesem Thema wurde eine hartnäckige Zuneigung über einige Jahre hinweg, aus der zunächst geplanten großzügigen und weitmaschigen überschau eine stoffreiche Darstellung mit einem gewichtigen Quellen- und Anmerkungsapparat. Maß;ebend dafür war neben dem Reichtum der Quellen die Erkenntnis, daß mit zunehmendem Abstand von dem einstigen, heute weithin zerstörten Zustand die Aussicht auf eine umfassende Darstellung dieses zentralen stadtgeschichtlichen The_nas überhaupt zu schwinden und vieles davon im Dunkel der Geschichte zu versinken oder zu bleiben drohte. Hinzu kam das Bemühen, in der heutigen Flut unhistorischer, z. T. romanhafter und oft nicht einmal aus zweiter, sondern aus dritter und vierter Hand lebender Darstellungen zur Stadtgeschichte einen neuen, weithin aus Quellen geschöpften, fundierten Beitrag zu liefern. Bleibt noch zu danken meinen Mitarbeitern im Stadtarchiv für vielfältige wertvolle Hilfe, voran Herrn Oberarchivrat Dr. L. Morenz. Dank schulde ich auch dem Stadtmuseum, aus dem der Hauptteil der Bilder stammt, und Herrn J. Krempl, der einige seltene Fotos beisteuerte.




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