Literatur

Unterbiberg - Neubiberg

Von den Anfängen am Hachinger Bach bis ins 21. Jahrhundert

Titel Unterbiberg - Neubiberg
Untertitel Von den Anfängen am Hachinger Bach bis ins 21. Jahrhundert
Autor Klee Katja Rumschöttel Hermann 
Verlag Danuvia
Jahr 2010
Seiten 480
ISBN-10 3000174265
Kategorie Reiseführer

Von Hermann Rumschöttel

Ein großer Teil dieses Buches beschäftigt sich mit der langen Geschichte von Unterbiberg und der deutlich kürzeren Geschichte von Neubiberg. Aber auch das Buch selbst hat eine längere Vorgeschichte. Über sie soll hier kurz berichtet werden.

Wahrscheinlich hängt es mit dem Selbstverständnis der Kolonisten und Siedler zusammen, die sich in den östlichen Wäldern der Gemeinde Unterbiberg zu Beginn des 20. Jahrhunderts niederließen. Jedenfalls spürt man beim Lesen der Quellen, dass diese Menschen sich bewusst waren, mit etwas Neuem zu beginnen, einer „Gartenstadt", einer „Kolonie im Grünen", einer vom bisherigen Muster abweichenden Lebensweise. Dieses Bewusstsein ist gepaart mit einem auffallenden Interesse, die wichtigsten Ereignisse und Vorgänge schriftlich festzuhalten und damit für die Nachwelt zu dokumentieren. Die ausführlichen Niederschriften der 1912 gegründeten Freien Interessentenvereinigung „Gartenstadt Neubiberg e. V." lesen sich fast wie Gemeinderatsprotokolle und auch in der Überlieferung der Feuerwehr, des Kirchen-bauvereins, des katholischen Frauenbundes -um nur einige Beispiele zu nennen - finden sich aussagekräftige Quellen über die Anfänge Neubibergs. Geschichte festzuhalten, war und blieb das Anliegen vor allem von Menschen, die Veränderungen erlebten oder bewusst oder unbewusst auf der Suche nach Heimat waren.

Als 1957 im Neubiberger Gemeinderat von der FDP/BHE-Fraktion der Antrag gestellt wurde, eine Ortschronik anzulegen, konnte die Verwaltung darauf hinweisen, dass es bereits eine Chronik gebe, die bis zum Jahre 1935 reiche; eine Fortführung sei beabsichtigt. Zunächst werde das einschlägige Material gesammelt. Gemeint waren handschriftliche Ausarbeitungen des Kaufmanns, Mesners und Ziegenzüchters Augustin Laib (1863-1948), der seit 1917 in Neubiberg lebte und in Archiven und Bibliotheken auch nach historischen Spuren von Unterbiberg gesucht hatte. Seine Materialsammlung wurde Anfang der 1980er Jahre im Stadtarchiv München entdeckt und erwies sich bei den damals beginnenden Vorarbeiten für ein gedrucktes Heimatbuch als ebenso hilfreich wie die handschriftlichen Quellenauszüge und Sammlungen von Günter Tuma aus den 1950er Jahren. Mit der Geschichte Unterbibergs beschäftigte sich gleichzeitig Josef Kyrein (1896-1967), vor allem auf der Grundlage persönlicher Erinnerungen.



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