Literatur

Vom Bürgerhaus zum Kaiserpalast

Die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt

Titel Vom Bürgerhaus zum Kaiserpalast
Untertitel Die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt
Autor Blaha Walter 
Verlag Bayerische Vereinsbank
Jahr 1992
Seiten 63
ISBN-10 0000000129
Kategorie Architektur
Serie Bavaria
Suchbegriff Bürgerhaus Kaiserpalast 

Die treue Tochter der Mainzer Kirche Mainz und Erfurt in ihren historischen Beziehungen
Im .lalir 1440 hält der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Dietrich I. Schenk zu Erbach Einzug in Erfurt. Die rituelle Zeremonie des Einreitens beginnt bereits in Heiligenstadt, wo der Kirchenfürst die Huldigung des Eichsfeldes entgegennimmt und ihn eine Abordnung des ITlürter Rates empfängt. Auf die Begrüßungsformel eines Mainzer I »omherrn: »Liebe Getreue. Wir bringen Euch hier unsern gnädigsten I lerren von Mainz, den wir eintrachtiglich gekoren haben und der von, unserem heiligen Vater dem Papst bestätigt worden ist, daß ihr ihn als Huren gnädigen Herrn aufnehmt« antwortet der oberste Ratsmeister: »Gnädige, liebe Herren. Wir sind willig unsern gnädigen Herrn von Mainz aufzunehmen, doch also, daß er die Stadt Erfurt läßt bleiben bei aller Gerechtigkeit und Freiheit, die sie von unsern heiligen Vätern den Päpsten und allen unsern gnädigsten Herren den Kaisern und den Bischöfen von Mainz hat, und daß er uns und die unsern bei der Stadt Erfurt Gewohnheit und Recht läßt bleiben und getreulich helfe, uns die zu erhalten und behalten«. Nach erfolgter Zusage setzte Erzbischof Dietrich seine Reise nach Erfurt fort, wo er vor den Toren der Stadt abermals von einer Ratsdeputation erwartet wurde und die ihm ein Pallium und zwei Pelzhüte als Geschenk überbrachte. Nach Wiederholung des in Heiligenstadt gegebenen Versprechens erfolgte nun der feierliche Einritt mit Gefolge von 600 Personen durch das Johannestor in die Stadt.




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