Literatur

Monumente bayerischer Geschichte

Sieben Denkmäler von europäischem Rang

Titel Monumente bayerischer Geschichte
Untertitel Sieben Denkmäler von europäischem Rang
Autor Graßl Hans 
Verlag Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Jahr 1987
Seiten 132
ISBN-10 3874909093
Kategorie Geschichte
Serie Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Suchbegriff Bamberger Dom Burghausen Nördlingen Augsburger Rathaus Würzburger Residenz Ottobeuren Ludwigstraße 

Arbeitsheft Nr. 35 des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege Die Schrift stellt sieben herausragende Denkmäler Bayerns vor: den Bamberger Dom, die Burganlage Burghausen, die Stadt Nördlingen, das Augsburger Rathaus, das Kloster Ottobeuren, die Würzburger Residenz und die Ludwigstraße in München. Die Denkmäler werden erschlossen durch Abbildungen, Textquellen und Interpretationshilfen, die im Unterricht aller Schularten verwendet werden können. Die meisten Bezüge bestehen zu Lehrplanthemen der Fächer Geschichte, Kunsterziehung und Deutsch. Sie werden zu Beginn der jeweiligen Denkmalbeschreibung zur schnellen Orientierung für den Lehrer stichwortartig aufgeführt.Gra Vorwort Für die Auswahl der Denkmäler war nicht die Verteilung auf die Regionen und Landschaften Bayerns ausschlaggebend. Es wurden Objekte gewählt, die für die großen Epochen der Geschichte stehen und zugleich wichtige Zeugnisse ihrer Zeit sind. An ihnen werden die Entwicklungslinien bayerischer Geschichte und Kunst in ihrer Wechselwirkung mit Geschichte und Kultur Deutschlands und Europas in besonderer Weise anschaulich. In dieser didaktischen Funktion sind die ausgewählten Monumente nicht ohne weiteres zu ersetzen. Besser als andere helfen sie Jim Schüler, auch die ihm vertrauten Zeugen der Vergangenheit aus seinem unmittelbaren Heimatraum in größere Zusammenhänge einzuordnen. Das reiche Bildmaterial vermittelt den Schülern, die die Objekte zunächst nicht aus eigener Anschauung kennenlernen, eine erste Vorstellung. Doch sollten im Lauf der Schulzeit zumindest die jeweilst nächstliegenden Monumente aufgesucht werden. Auf jeden Fall soll die kleine Auswahl von Denkmälern, die zu den Hauptwerken bayerischer und zugleich europäischer Baukunst gehören, zum festen Bestandteil der in der Schule zu vermittelnden Allgemeinbildung werden: Denn Allgemeinbildung ist nicht zuletzt die allen gemeinsame Bildung. Sie gehört gewissermaßen zur Grundausrüstung aller Mitglieder unserer Gesell--jhaft, die zur Verständigung untereinander ein Mindestmaß an gemeinsamen Erfahrungen und Kenntnissen braucht. Allgemeinbildung vollzieht sich in der Auseinandersetzung mit den Zeugnissen menschlicher Gestaltungskraft aus allen Bereichen der Kultur. In dieser Auseinandersetzung gewinnt der einzelne seine Identität als sich unterscheidendes einmaliges Individuum, aber auch als Teil einer Gemeinschaft, die sich durch dieselben sinnstiftenden Traditionen in aller geschichtlichen Veränderung verbunden weiß. Allgemeinbildung ist schließlich ganzheitliche Bildung der Persönlichkeit, die Entfaltung aller menschlichen Fähigkeiten, der rational-erkennenden, der ethisch-sozialen und der ästhetischen Kräfte. Die Beschäftigung mit geschichtlich und künstlerisch bedeutenden Monumenten, die in ihrer Aussage und Wirkung vielschichtig sind, setzt ebenso vielschichtige Lernprozesse in Gang, an denen Gefühl und Verstand in gleicher Weise Anteil haben. Die Betrachtung der Kunstwerke bildet Empfindungskraft, Phantasie, Geschmack. Das Besondere ihrer Gestalt in Worte fassen zu müssen, verlangt darüber hinaus die Übung des Sehens und Vergleichens. Dies fördert ein reiferes Urteilen und die Fähigkeit, Wahrnehmungen und Empfindungen in allgemeinen Begriffen auszudrücken. Die beschriebenen Denkmäler sollen daher in möglichst viele Fächer Eingang finden. Sie können unter historischem, religiösem, philosophischem, künstlerischem, politisch sozialem Aspekt wo immer möglich zur Veranschaulichung und Klärung herangezogen werden. Dadurch kann der Schüler auch erkennen, daß alle Lebensbereiche zusammenhängen. Der Zusammenhang wird durch die geistigen Orientierungen der Menschen in einer bestimmten Zeit hergestellt. Auch wenn diese sich wandeln, bleibt doch der Kern der abendländischen Kultur, das Bild vom selbstverantwortlich entscheidenden freien Menschen. Helga Hinke Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung




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