Literatur

Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf

Titel Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf
Autor Hüsch Karin Peda Gregor 
Verlag Schnell + Steiner
Jahr 1996
Seiten 41
ISBN-10 3896430335
Kategorie Kirchenführer
Suchbegriff Wallfahrtskirche Kirche Maria Ramersdorf 

Die erste schriftliche Erwähnung der Ansiedlung Rumoltesdorf mit Kirche findet sich in einer Freisinger Urkundenabschrift (Tradition), die zeitlich in die Jahre 1006-1022 zu setzen ist. Sie bezeugt einen Tausch zwischen dem Freisinger Bischof Egilbert (1006-1039) und dem Edlen Aribo, der für seinen Besitz in Harthausen die mit Zehntrecht und einer Hube ausgestattete Kirche in Perlach und die Kirche in Ramersdorf samt Höfen und 30 Leibeigenen erhielt. Die Endung »-dorf« läßt vermuten, daß sich die Ansiedlung bereits in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts gebildet hat und zunächst wohl aus einem Herrenhof und einzelnen Höfen für das Gefolge bestand. Verschiedene Mitglieder der Familie der Rumolte, die den ersten nachweisbaren Ortsadel bilden, werden im 8. und 9. Jahrhundert als Vögte und Richter in den Freisinger Traditionen bezeugt. Im 13. Jahrhundert treten als Eigentümer von Ramersdorfer Grundbesitz verschiedene Ministerialengeschlechter auf, darunter die Herren von Eurasburg. Im 15. und 16. Jahrhundert werden die Herren von Schmiechen und Pientzenau als Grundbesitzer urkundlich faßbar. Zahlreiche Höfe in Ramersdorf gelangten noch im Spätmittelalter in die Hand von Patrizierfamilien, die verschiedene Anwesen als Stiftungen in geistlichen Besitz gaben. Erst mit der Säkularisation 1803 wurde der geistliche Grundbesitz in staatlichen Besitz übertragen. Von 1818 bis zur Eingemeindung nach München im Jahr 1864 war Ramersdorf eine eigenständige Gemeinde. 1907 erhielt es eine eigene Pfarrei.




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