Literatur

Der gekreuzigte Bischof

Kirche, Drittes Reich und Gegenwart - Eine Spurensuche

Titel Der gekreuzigte Bischof
Untertitel Kirche, Drittes Reich und Gegenwart - Eine Spurensuche
Autor Meiser Hans Christian 
Verlag MünchenVerlag
Jahr 2008
Seiten 178
ISBN-10 3937090363
Kategorie Personen
Personen Meiser Hans 

Noch fünfzig Jahre nach seinem Tod wurde Hans Meiser (1881-1956), der erste Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, als furchtloser Gegner des Nationalsozialismus geehrt. Als seine besonderen Verdienste wurden jahrzehntelang hervorgehoben, dass er

  • Hitlers einzige innenpolitische Niederlage besiegelte, als er sich weigerte, sich dem Regime zu unterstellen und dafür arretiert wurde
  • von 1938-1945 nachweislich mindestens 126 Menschen nichtarischer Abstammung das Leben rettete
  • nach dem Krieg 700.000 Flüchtlingen geistliche Heimat bot, sie in die Landeskirche integrierte und sich beim Wiederaufbau Bayerns besonders engagierte
  • das Einigungswerk der evangelischen Kirchen Deutschlands (VELKD) schuf.

Seit geraumer Zeit aber wurde dem einstmals hoch Geachteten von außer- und innerkirchlichen Gegnern sowie der rot-grünen Stadtratsmehrheiten in Nürnberg und München eine antisemitische Haltung vorgeworfen, was zu dem Beschluss führte, die nach Meiser benannten Straßen in beiden Städten umzubenennen.

Hans Christian Meiser, Enkel des Bischofs, hat sich auf Spurensuche begeben: Was er ans Tageslicht bringt, ist erstaunlich. Er weist nach, dass sein Großvater heute Opfer (kirchen)politischer Interessen geworden ist – wie schon 1934/35, damals allerdings als Opfer der Nationalsozialisten.



Hans Christian Meiser
ist promovierter Philosoph. Er lebt und arbeitet als Publizist in München.



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