Literatur

München in alten Ansichtskarten

Titel München in alten Ansichtskarten
Autor Hollweck Ludwig 
Verlag Flechsig Verlag
Jahr 1990
Seiten 128
ISBN-10 3881890181
Kategorie Themen
Suchbegriff Ansichtskarten Postkarte 

Vorwort
Am 14. Juni 1958 hatte der Münchner Stadtrat die führenden Persönlichkeiten der bayerischen Landeshauptstadt in den Kongreßsaal des Deutschen Museums geladen. Der Nobelpreisträger Werner Heisen-berg hielt die Festrede. Er begann mit den Sätzen:

„Wir feiern heute das 800-jährige Bestehen der Stadt München... Wenn der Name München erklingt, wer dächte da an die Nüchternheit der Naturwissenschaften? Bei diesem Namen kommen andere Bilder in unseren Sinn. Die Ludwigstraße vom Siegestor zur Feldherrnhalle vom Sonnenlicht übergössen, der Blick vom Monopteros über die blumenübersäten Wiesen des Englischen Gartens hin zur Frauenkirche, „Figaros Hochzeit" im Residenztheater, die Dürerbilder in der Pinakothek, der mit Skiern überfüllte Zug nach Schliersee und Bayrischzell, und schließlich das Bierzelt auf der Oktoberfestwiese, das mit dem bayerischen Löwen gekrönt ist. Das alles ist München." Diesem München, wesentlich geprägt von König Ludwig I. von Bayern, der von 1825 bis 1848 regierte,

wird auch von den alten Ansichtskarten die schuldige Reverenz erwiesen.
Mit der Kaiserurkunde vom 14. Juni 1158 beendete Friedrich Barbarossa auf dem Reichstag von Augsburg den Streit zwischen Herzog Heinrich dem Löwen und dem Bischof Otto von Freising. Die Verlegung von Markt, Münze und Brücke von Föhring nach „Munichen" war damit anerkannt. 1255 wurde München Residenzstadt der Wittelsbacher, die von 1180 bis 1918 in Bayern regierten. Zwei Jahrzehnte lang konnte sich München im Glanz der Kaiserkrone sonnen, Ludwig der Bayer wurde 1328 in Rom zum Kaiser gekrönt. 1500 zählte die Stadt 13.447 Einwohner. Die Herzöge der Renaissance waren als echte Wittelsbacher begeisterte Bauherrn und Förderer der Kunst. Kurfürst Maximilian I. führte Bayern durch die Drangsale des Dreißigjährigen Kriegs. 1632 zog der Schwedenkönig Gustav Adolf in die Stadt ein. Seine Nachfolger waren von italienischer und französischer Kunst beeindruckt, die Schlösser Nymphenburg und Schleißheim wurden erbaut.




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