Dörfchen im Nymphenburger Park

Kern des Ensembles war ein barockes Pumpenhaus (Grünes Brunnhaus), das die Badenburg und die Fontänen in ihrer Umgebung versorgte. Im Zuge der Erneuerung dieses Brunnhauses wurden ab 1762 mehrere Wohnhäuser für Hofbedienstete errichtet, das westliche am Kanal mit einer Schmiede. Die idyllische Form der Anlage entsprach dem Zeitalter der „Empfindsamkeit", in dem Parkanlagen mit vielfältigen „Staffagen" zur Erzeugung von Stimmungen beim Betrachter bereichert wurden. Eine Dorfstaffage war Symbol für das Leben in Harmonie mit der Natur. Schon 1754 hatte Kurfürst Max III. Joseph zwei Teiche anlegen lassen, die mit Bibern besetzt wurden. Biber hielt man wie in einer Menagerie um der Kuriosität willen, aber auch als Fastenspeise, da sie zu den Fischen gezählt wurden. Einer der Teiche ist erhalten und liegt hinter dem Torbogen des zurückliegenden Hauses.

siehe auch

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