Antiquarium

Herzog Albrecht V.  (reg. 1550-1579) ließ das Antiquarium nach Anregungen des Gelehrten Jocobo Strada zwischen 1568 und 1571 von dem Baumeister Simon Zwistel als Austellungsraum für seine Antikuensammlung errichten. Die antiken Skulpturen, ergänzt durch Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts, gaben diesem größten Renaissance-Saal nördlich der Alpen seinen Namen.

Unter Herzog Wilhelm V. (reg 1579-1598) wandelte dessen Kunstberater Friedrich Sustris das Antiquarium in einem reich dekorierten Festsaal um. Vor dem Kamin, an der Stirnseite des Saals, wurde ein erhöhter Sitzplatz angelegt. Hier stand früher die fürstliche Tafel, an welcher der Herzog zu besonderen Anläßen öffentlich speiste.. Die beiden in den Fensternischen eingebauten Kredenz-Möbel dienten dabei als Anrichten.

Um 1600 ließ Herzog Maximilian I. (reg. 1598-1651, seit 1623 als Kurfürst) von Hans Krumper die Kamin- und  Portalaufbauten an den Stirnwänden neu gestalten.

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