Alter Südfriedhof

Geschichte

Die Kapazität der Friedhöfe innerhalb der Stadtmauern Münchens reichte in der Mitte des 16. Jahrhunderts wegen verschiedenener Pestepidemien nicht mehr aus. Deshalb wurde der Alte Südliche Friedhof - damals noch vor den Toren der Stadt - errichtet, an Ostern 1563 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage mehrmals erweitert und erhielt 1830 ihren sarkophagartigen Grundriss mit Arkaden, Leichenhaus und Verwaltungsgebäude. Der Architekt Friedrich von Gärtner ergänzte sie um den eneuen quartatischen Teil zur Kapuzinerstraße hin und wurde dort auch beigesetzt.

Im Alten Südlichen Friedhof fanden nahezu alle bedeutenden Persönlichkeiten des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts ihrre letzte Ruhestätte. Insgesamt waren 24.000 Grabstätten angelegt. Nahezu alle Gebäude, die Alten Arkaden und viele Grabstätten wurden bei den Bombenangriffen auf München zerstört. Der Bestattungsbetrieb wurde am 1. Januar 1944 eingestellt; die Anlage ist aber nach wie vor als Friedhof gewidmet. Heute sind noch 5.000 Grabstätten vorhanden, die es in enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehöden zu wahren gilt.

Informationstafel am Alten Südlichen Friedhof

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