Alter Lagerkeller der Augustiner Brauerei

Erbaut im Jahre 1807

Das nach dem Reinheitsgebot grbraute untergärige Bier konnt nur in der kalten Jahreszeit von Michaeli (29.9) bis Georgi (23.4) gebraut werden.

Das Sommerbier wure am Schluß er Sudperiode im Monat März gebraut (Sommer- oder Märzenbier) und in den großen Fuhrfässern in die an den Isarhöhen gelegenen Sommerkeller zur Einlagerung und Reifung verbracht.

Von dort aus wurde der sommerliche Bierverbrauch bis zum Herbst gedeckt.

Der Keller wurde im Winter über Kaltluftschächte ausgetrocknet und die Luftschächte nach der Frostperiode im März geschlossen. Ab Januar wurde im Nymphenburger Kanal und in den umliegenden Eisweihern außerhalb Münchens Natureis gebrochen und über Eisschächte in die sogenannten Strineiskeller gefüllt.

Über den Gewölben sind 2 1/2m Kies als Isolierung aufgefüllt, über dem Keller schattenspendende Kastanien gepflanzt, um dass Schmelzen des Natureises zu verlangsamen.


So wurde es Sitte, daß die Münchner auf die Sommerkeller gingen um ein kühles Bier unter schattigen Kastanien zu genießen.

(Text befindet sich auf zwei Tafeln im Alten Lagerbräukeller)

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Arnulfstraße